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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Liebe trotz Distanz: 7 Tipps für eine Fernbeziehung

Silvia ist seit drei Jahren in einer Fernbeziehung. Was hat sie daraus gelernt, wie ist diese Liebe auf Distanz schaffbar? Und: Lohnt eine Fernbeziehung?

Tränenreiche Abschiede am Bahnhof, gemeinsam einschlafen via Videochat: Fernbeziehung – schmerzhaft, anstrengend und kostenintensiv. Heutzutage folgen viele Menschen aufgrund von Beruf, Studium oder Auslandsaufenthalten dem Prinzip „fünf Tage skypen, zwei Tage knutschen“.


Auch mein Freund und ich zählen zu diesen Paaren.

 

Fernbeziehung © Pixabay/MEINPLAN.at
 

In einer Fernbeziehung kann man sich nicht oft so nahe sein. Dennoch gibt's gute Wege, damit umzugehen.

 

Seit nun fast drei Jahren, wobei wir zwischenzeitlich eines davon zusammenlebten, führen wir nun schon eine Liebe auf Distanz. Da wir beide aus verschiedenen Bundesländern kommen, war eine Fernbeziehung vorprogrammiert. Wir lernten uns nicht über das Internet kennen, sondern auf einer Party, die wir beide spontan besuchten. Es war also ein reiner Zufall, dass wir uns überhaupt über den Weg gelaufen sind. In der Anfangsphase unserer Beziehung sahen wir uns nur einmal im Monat, heute so gut es geht alle 14 Tage.

 

Voller Hoffnungen und frischverliebt stürzten wir uns also in das Abenteuer.

 

Viele verstehen unter Fernbeziehung: „Tränenreiche Abschiede am Bahnsteig, Hunderte Euro Fahrtgeld – und am Ende scheitert es doch“. Doch diese muss nicht nur aus dem Vermissen des Partners und dem Warten auf das Wochenende oder den nächsten Ferien bestehen, sondern bietet auch einige gute Seiten.

 

Falls du dich gerade auch in einer Fernbeziehung befindest oder hin und her überlegst, ob du diesen Schritt wagen sollst, habe ich hier sieben hilfreiche Tipps für dich:

 

1. Situation annehmen statt jammern.

Ich weiß, leichter gesagt als getan. Du und dein Partner habt euch dennoch ZUSAMMEN dafür entschieden, diese Hürde zu meistern. Also verkriech dich nicht jammernd in deinem Zimmer, sondern stelle dich der Herausforderung. Auch wenn es manchmal scheint, als wäre der Weg endlos – auch diese Zeit der Distanz wird einmal enden. Versuche dich auf die wesentlichen Dinge wie Arbeit, Schule oder Studium zu konzentrieren. Dadurch vergeht die Zeit auch viel schneller und du hast diese sinnvoll genutzt.

 

2. Täglicher Kontakt ist gold wert.

Nutz die Videochatfunktion z.B. auf WhatsApp oder Skype und schaff somit täglichen Kontakt. Erzähl deinem Freund alles Mögliche und seien es belanglose Dinge aus deinem Alltag. Lass deinen Partner an deinem täglichen Leben teilhaben, berichte Neuigkeiten und sprich einfach alles an. Auch Probleme und Streitereien ansprechen und nicht einfach beiseiteschieben – gleich ausreden und nicht aufs nächste Wiedersehen warten!

 

3. Vertrauen ist das A und O.

Nicht nur in einer Fernbeziehung, sondern generell ist die Basis jeder zwischenmenschlichen Beziehung Vertrauen.


Eifersucht, Kontrollanrufe und ständige Nachrichten mit Fragen wie "Wo bist du? Was machst du gerade? Wann rufst du mich endlich an?" wirken zerstörerisch. Vertraue auf deinen Partner. Aus eigener Erfahrung lege ich dir dennoch nahe, einen fixen Zeitpunkt des Tages nur der Beziehung zu widmen. Ein abgesprochener Zeitraum, wo der Partner und sonst nichts und niemand anders im Mittelpunkt steht und falls du mal keine Zeit hast, kann eine kurze SMS nicht schaden.

 

 
Aus eigener Erfahrung lege ich dir dennoch nahe, einen fixen Zeitpunkt des Tages nur der Beziehung zu widmen.
 
 

4. Das nächste Wiedersehen.

Treffen schon im Voraus planen! Guter Tipp: Wenn du öffentliche Verkehrsmittel nutzt - früh buchen, um Geld zu sparen. Erkundige dich auch, ob es Fahrgemeinschaften (z.B. blablacar.de) gibt, die in die Nähe des Wohnortes deines Partners fahren. Gerade bei Studenten ist die letzte Variante sehr beliebt. Dadurch lernst du nicht nur neue Leute kennen, sondern sparst dir auch enorm viel Zeit und Geld.

 

5. Nütze die Freien Tage.

Ferien und Feiertage nutzen! Oftmals ist dies die einzige Möglichkeit, um als Fernbeziehungs-Paar mehr als nur das Wochenende miteinander zu verbringen. Hierfür auch gut absprechen, denn natürlich sollten auch die beiden Familien und Freunde nicht komplett vernachlässigt werden. Also Kompromisse schaffen und auf diese eingehen.

 

6. Gemeinsame Ziele

Das gemeinsame Ziel sollte nicht immer nur das nächste Treffen sein, sondern denk mit deinem Schatz ein bisschen voraus. Auf lange Sicht gesehene Pläne wie z.B.: die erste gemeinsame Wohnung, Verlobung, Hochzeit, Kinder, usw. sollten thematisiert und nicht ausgeklammert werden, nur weil auf Distanz gel(i)ebt wird.

 

Sich die gemeinsame Zukunft auszumalen schweißt ungemein zusammen. Dieses Gefühl brauchen Paare in Fernbeziehungen ganz besonders.

 

7. Der Zeitrahmen

Irgendwann sollte die Distanz dann doch ein Ende haben. Ein guter Zeitpunkt wäre zum Beispiel nach dem Studium oder nach Absolvierung der Ausbildung. Geklärt muss dafür werden, wie es mit der Wohnsituation weitergehen soll. Beide Wohnorte hinter einem zu lassen und irgendwo ganz neu anzufangen wäre eine denkbare Option. So hat keiner das Gefühl, mehr aufzugeben als der andere.

 

Lohnt eine Fernbeziehung?

Ob es lohnt, eine Fernbeziehung einzugehen, kann ich dir trotz meiner Erfahrung nicht sagen. Ob diese Art von Beziehung funktioniert oder nicht, ist von vielen Faktoren abhängig.


Möglicherweise ist der einzige Weg herauszufinden, ob es die Mühe wert ist, sich einfach darauf einzulassen. Wenn man es nicht versucht, wird man nie herausfinden, ob man es geschafft hätte.

 

Ich persönlich würde meinen Freund für nichts und niemanden in der Welt eintauschen und wenn momentan die Beziehung nur auf diese Weise funktioniert, nehme ich die vielen Kilometer und die unzähligen Stunden am Telefon gerne in Kauf. Dennoch zähle ich die Tage, bis auch wir diese Hürde gemeinsam überstanden haben und einer gemeinsamen Zukunft ohne Distanz nichts mehr im Wege steht.

 

 

„In manchen Beziehungen liegt man nebeneinander und fühlt sich doch fremd und allein; ich aber liege allein und fühle, dass du bei mir bist.“

 - Unbekannt -

 
 
Silvia Mitterhauser

Ich bin stolze Niederösterreicherin, befinde mich in einer Fernbeziehung, lache gerne und oft, würde am liebsten die ganze Welt bereisen, liebe die Musik und guten Spritzwein.

 

Wenn ich nicht gerade bei Gericht den Beruf der Verwaltungsassistentin erlerne, bereite ich mich für die Matura vor, welche ich im zweiten Bildungsweg absolviere.

 

Wie viele andere suche auch ich nach meiner Berufung und meinem Platz im Leben. Mein Ziel? Glücklich, gesund und mit meinem Freund an der Seite alt zu werden.

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