Du ziehst zum Studieren nach Wien und suchst nach einem Studentenheim in Wien? Dann bist du nicht allein – jedes Jahr stehen tausende Erstis vor derselben Frage: Welches Studentenwohnheim passt zu mir, was kostet es und wie bewerbe ich mich rechtzeitig? In diesem Guide erfährst du alles über die wichtigsten Studentenheime in Wien, inklusive ehrlicher Erfahrungen und praktischer Tipps.
Warum ein Studentenwohnheim in Wien?
Wien ist eine der beliebtesten Studentenstädte Europas – und der Wohnungsmarkt ist entsprechend angespannt. Gerade wenn du neu in der Stadt bist, kann die Wohnungssuche überwältigend sein. Ein Studentenwohnheim in Wien bietet dir einen unkomplizierten Einstieg: Du bekommst ein möbliertes Zimmer, Internet und oft sogar Gemeinschaftsräume – alles in einem Paket. Außerdem lernst du sofort andere Studierende kennen, was den Start in einer neuen Stadt deutlich leichter macht.
Die wichtigsten Anbieter im Studentenheim Vergleich Wien
In Wien gibt es zahlreiche Anbieter für Studentenwohnheime. Hier sind die größten und bekanntesten im Überblick:
ÖJAB (Österreichische Jungarbeiterbewegung)
Die ÖJAB betreibt mehrere Häuser in Wien und ist einer der traditionsreichsten Anbieter. Die Heime sind oft gut gelegen und bieten ein aktives Gemeinschaftsleben. Die Preise liegen je nach Standort zwischen 300 und 450 Euro pro Monat. Besonders beliebt ist das ÖJAB-Haus in der Nähe der Uni Wien. Pluspunkt: Viele Häuser haben eine eigene Küche auf jeder Etage und organisieren regelmäßig Events.
OeAD Student Housing
Das OeAD-Wohnraumverwaltung ist besonders bei internationalen Studierenden bekannt, steht aber allen offen. Die Standorte sind über ganz Wien verteilt, die Ausstattung ist modern und die Online-Bewerbung unkompliziert. Die Preise beginnen bei ca. 320 Euro für ein Einzelzimmer. Vorteil: Sehr professionelle Verwaltung und mehrsprachiger Support.
home4students
home4students wird von der Österreichischen Hochschülerschaft (ÖH) unterstützt und bietet Wohnplätze an mehreren Standorten in Wien. Die Preise sind vergleichsweise günstig (ab ca. 280 Euro), und die Bewerbung läuft zentral über die Website. Besonders praktisch: Viele Standorte liegen in der Nähe von Unis und Fachhochschulen.
Akademikerhilfe
Die Akademikerhilfe betreibt moderne Häuser mit guter Ausstattung. Die Zimmer sind oft etwas größer als bei anderen Anbietern, dafür liegen die Preise auch etwas höher (350–500 Euro). Besonderes Highlight: Einige Standorte haben Fitnessräume, Musikzimmer und Lernräume.
STUWO (Studentenwohnbau AG)
STUWO gehört zu den modernsten Anbietern in Wien. Die Häuser sind oft neueren Baujahres und bieten zeitgemäße Ausstattung. Preislich bewegen sie sich im Mittelfeld (320–480 Euro). Vorteil: Eigenes Badezimmer in den meisten Zimmern und eine App für die Kommunikation mit der Verwaltung.
Tipp: Frühzeitig bewerben!
Egal bei welchem Anbieter – bewirb dich so früh wie möglich. Die Plätze in den beliebten Häusern sind oft schon im Mai für das Wintersemester vergeben. Melde dich am besten bei mehreren Anbietern gleichzeitig an.
Was kostet ein Studentenwohnheim in Wien?
Die Kosten für Studentenheime in Wien variieren je nach Anbieter, Lage und Zimmertyp. Hier eine grobe Übersicht:
- Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbad: 250–350 Euro/Monat
- Einzelzimmer mit eigenem Bad: 350–480 Euro/Monat
- Doppelzimmer: 200–300 Euro/Monat
- Einzelapartment: 450–550 Euro/Monat
In den meisten Fällen sind Internet, Heizung und Gemeinschaftsräume im Preis inkludiert. Strom und manchmal auch die Reinigung der Gemeinschaftsflächen können extra kosten. Vergiss nicht, dass du als Student:in in Österreich eventuell Anspruch auf Studienbeihilfe oder Wohnbeihilfe hast, die die Kosten deutlich senken können.
Zimmertypen und Ausstattung
Je nach Budget und persönlichen Vorlieben hast du in den meisten Wiener Studentenheimen die Wahl zwischen verschiedenen Zimmertypen:
Einzelzimmer
Die beliebteste Option – du hast dein eigenes Zimmer mit Bett, Schreibtisch, Kasten und oft einer kleinen Küchenzeile. Bad und Küche teilst du dir je nach Heim mit anderen Studierenden auf dem Stockwerk oder hast ein eigenes Badezimmer. Größe: ca. 12–18 m².
Doppelzimmer
Die günstigste Variante – du teilst dir ein Zimmer mit einer anderen Person. Das kann super sein, wenn ihr euch versteht, aber auch anstrengend, wenn die Chemie nicht stimmt. Eher zu empfehlen, wenn du ein sehr knappes Budget hast oder offen für eine intensive WG-Erfahrung bist.
Apartment / Studio
Die Premium-Option mit eigenem Bad und eigener Küchenzeile. Perfekt, wenn du Wert auf Privatsphäre legst, aber trotzdem die Community eines Studentenheims möchtest. Preislich allerdings oft auf WG-Niveau.
Bewerbung fürs Studentenheim Wien: So funktioniert's
Die Studentenheim Bewerbung Wien läuft bei den meisten Anbietern online. Hier ist der typische Ablauf:
- Online-Formular ausfüllen: Persönliche Daten, Studienrichtung, gewünschter Standort und Zimmertyp angeben.
- Dokumente hochladen: Inskriptionsbestätigung (oder Zulassungsbescheid), Meldezettel, eventuell Einkommensnachweis.
- Warteliste: Bei den meisten Anbietern kommst du erstmal auf eine Warteliste. Je früher du dich bewirbst, desto besser deine Chancen.
- Zusage und Vertrag: Bei Zusage bekommst du einen Mietvertrag, den du innerhalb einer Frist unterschreiben und die Kaution überweisen musst.
- Einzug: Meist ab September, manchmal auch schon Ende August. Genaue Termine bekommst du vom Anbieter.
Wichtig: Fristen beachten
Die Bewerbungsfristen unterscheiden sich je nach Anbieter. Generell gilt: Für das Wintersemester solltest du dich spätestens im Mai bewerben. Manche Anbieter haben eine Frist bereits im März. Für das Sommersemester ist die Nachfrage geringer – hier reicht oft eine Bewerbung im November oder Dezember.
Studentenheim Wien Erfahrungen: Was du wirklich erwarten kannst
Basierend auf Studentenheim Wien Erfahrungen von hunderten Studierenden – hier ist die ehrliche Wahrheit:
Das ist super
- Sofort Anschluss finden: Du lernst vom ersten Tag an Leute kennen. Viele Heime organisieren Welcome-Events und gemeinsame Aktivitäten.
- All-inclusive: Möbliert, Internet, Gemeinschaftsräume – du musst dich um fast nichts kümmern.
- Zentrale Lage: Viele Heime liegen in Uni-Nähe oder sind gut an die Öffis angebunden.
- Kein Stress mit Vermietern: Professionelle Verwaltung, keine Maklerprovision, fairer Mietvertrag.
- Kurze Kündigungsfristen: Meist nur 1–2 Monate, was dir Flexibilität gibt.
Das kann nerven
- Wenig Platz: Die Zimmer sind oft klein (12–15 m²). Für Minimalisten kein Problem, für andere schon.
- Lärm: Dünne Wände, laute Nachbarn, Party am Mittwochabend – das gehört manchmal dazu.
- Gemeinschaftsküche: Nicht jeder räumt auf. Stichwort: schmutziges Geschirr im Spülbecken.
- Strenge Regeln: Manche Heime haben Besuchsregeln, Nachtruhe oder Einschränkungen beim Einrichten.
- Kein Haustier: In den allermeisten Heimen sind Tiere nicht erlaubt.
WG oder Studentenheim: Was passt besser zu dir?
Die Frage WG oder Studentenheim stellt sich fast jede:r Ersti. Hier ein ehrlicher Vergleich:
- Aufwand bei der Suche: Studentenheim = einfach (Online-Bewerbung). WG = aufwändig (Castings, Besichtigungen, Verhandlungen).
- Kosten: Etwa gleich, aber im Heim ist mehr inkludiert (Internet, Möbel, Gemeinschaftsräume).
- Freiheit: In der WG hast du mehr Gestaltungsfreiraum. Im Heim gibt es feste Regeln.
- Soziales: Im Heim lernst du schneller Leute kennen. In der WG hast du eine engere Gemeinschaft mit wenigen Leuten.
- Flexibilität: Studentenheime haben oft kürzere Kündigungsfristen.
Mein Tipp: Wenn du neu in Wien bist, starte im Studentenheim. Nach ein bis zwei Semestern kennst du die Stadt und genug Leute, um eine gute WG zu finden.
Standort-Empfehlungen nach Universität
Die beste Lage für dein Studentenwohnheim hängt natürlich von deiner Uni ab. Hier ein paar Tipps:
- Universität Wien (Hauptgebäude): Heime im 1., 8. oder 9. Bezirk – kurze Wege zum Ring und zur Uni.
- TU Wien: Heime im 4., 5. oder 6. Bezirk sind ideal. Auch der 10. Bezirk bietet günstige Optionen mit guter U-Bahn-Anbindung.
- WU Wien (Campus): Heime im 2. oder 20. Bezirk – der WU-Campus am Prater ist von dort schnell erreichbar.
- BOKU: Heime im 18. oder 19. Bezirk bringen dich schnell zur Türkenschanze.
- Meduni Wien: Heime im 9. Bezirk (Nähe AKH) sind die erste Wahl.
Tipp: Öffi-Anbindung checken
Auch wenn ein Heim nicht direkt neben deiner Uni liegt – mit einer guten U-Bahn- oder Straßenbahn-Anbindung bist du in Wien schnell überall. Das Semesterticket kostet ca. 75 Euro und gilt für alle Wiener Linien.
Praktische Tipps für den Einzug
Du hast eine Zusage? Gratulation! Hier ein paar Dinge, die du vor und beim Einzug beachten solltest:
- Meldezettel: Innerhalb von drei Tagen nach dem Einzug musst du dich beim Meldeservice anmelden.
- Übergabeprotokoll: Dokumentiere den Zustand des Zimmers beim Einzug – Fotos machen!
- Grundausstattung mitbringen: Bettwäsche, Handtücher, Geschirr und Kochutensilien sind meistens nicht inkludiert.
- Versicherung prüfen: Bist du über deine Eltern mitversichert? Brauchst du eine eigene Haftpflichtversicherung?
- Nachbarn kennenlernen: Klopf an, stell dich vor – das macht das Zusammenleben von Anfang an leichter.
Häufige Fragen zu Studentenwohnheimen in Wien
Wie viel kostet ein Studentenwohnheim in Wien?
Die Kosten bewegen sich zwischen 250 und 550 Euro pro Monat. Ein Einzelzimmer mit eigenem Bad kostet im Schnitt 350–450 Euro. Doppelzimmer und Zimmer mit Gemeinschaftsbad sind günstiger. Internet und Heizung sind fast immer inkludiert.
Wann muss ich mich für ein Studentenheim in Wien bewerben?
Für das Wintersemester solltest du dich idealerweise zwischen März und Mai bewerben. Je früher, desto besser – die beliebtesten Häuser sind schnell voll. Für das Sommersemester reicht meist eine Bewerbung im November/Dezember.
Welches ist das beste Studentenheim in Wien?
Das hängt von deinen Prioritäten ab. Für modernes Wohnen sind STUWO und Akademikerhilfe top. Für günstiges Wohnen ist home4students ideal. Für ein aktives Gemeinschaftsleben sind ÖJAB-Häuser bekannt. Am besten vergleichst du Standort, Preis und Bewertungen.
Kann ich das Studentenheim vor dem Einzug besichtigen?
Die meisten Anbieter bieten Besichtigungstermine oder Tag-der-offenen-Tür-Events an. Online findest du bei allen Anbietern Fotos und virtuelle Rundgänge. Nutze das unbedingt, bevor du dich entscheidest.
Brauche ich eine Kaution für ein Studentenwohnheim?
Ja, die meisten Anbieter verlangen eine Kaution von ein bis zwei Monatsmieten. Diese bekommst du bei ordnungsgemäßem Auszug zurück. Achte darauf, den Zustand des Zimmers beim Einzug zu dokumentieren.
Wie lange kann ich im Studentenheim wohnen?
Die maximale Wohndauer variiert je nach Anbieter, liegt aber meist bei 4 bis 6 Semestern. Manche Anbieter erlauben eine Verlängerung, wenn Plätze frei sind. In der Regel musst du nach Abschluss deines Studiums ausziehen.
Kann ich im Sommer im Studentenheim bleiben?
Bei den meisten Anbietern ist das möglich, allerdings manchmal zu einem reduzierten oder angepassten Tarif. Manche Heime vermieten über den Sommer an Touristen und bieten Studierenden alternative Zimmer an. Kläre das am besten direkt mit deinem Anbieter.
Was ist der Unterschied zwischen Studentenheim und Studenten-WG?
Im Studentenheim wohnst du in einem verwalteten Gebäude mit festen Regeln, möbliertem Zimmer und Gemeinschaftseinrichtungen. Eine WG ist eine private Wohnung, die du dir mit Mitbewohnern teilst – mit mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung bei Organisation und Mietvertrag.
Ist ein Studentenheim in Wien auch für FH-Studierende möglich?
Ja, die meisten Studentenheime in Wien stehen allen Studierenden offen – egal ob Uni, FH oder Pädagogische Hochschule. Du brauchst lediglich eine gültige Inskriptionsbestätigung.
Was passiert, wenn ich keinen Platz im Studentenheim bekomme?
Keine Panik! Alternativen sind WG-Zimmer (z. B. über WG-Gesucht oder willhaben), befristete Mietwohnungen oder Zwischenmieten. Auch kurzfristig werden immer wieder Heimplätze frei – es lohnt sich, auf der Warteliste zu bleiben.
Fazit: Studentenwohnheim in Wien – lohnt es sich?
Für den Studienstart in Wien ist ein Studentenwohnheim eine ausgezeichnete Wahl. Du sparst dir den Stress der Wohnungssuche, hast sofort eine möblierte Unterkunft und lernst schnell andere Studierende kennen. Die Kosten sind fair, die Bewerbung unkompliziert – vorausgesetzt, du bist rechtzeitig dran. Egal ob ÖJAB, OeAD, home4students, Akademikerhilfe oder STUWO: Vergleiche die Angebote, achte auf die Lage und bewirb dich bei mehreren Anbietern gleichzeitig. Dein Studienabenteuer in Wien kann kommen!