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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Dank "Alpha" über Gott und die Welt diskutieren

Warum bin ich auf der Welt? Kann ich mehr vom Leben verlangen? Gibt es ein Leben nach dem Tod? Und was zum Kuckuck hat Jesus mit all dem zu tun? Mit "Alpha" hab ich einen Kurs gefunden, der mir viele Existenzfragen beantwortet.

Diese und andere Fragen beschäftigen Menschen seit Jahrtausenden. Sie sind die treibende Kraft der Philosophie und Religion. Menschen treiben sie an, sich auf die Suche zu begeben, Reisen zu machen und intensive Erfahrungen nach der Beantwortung vieler Fragen zu finden.

 

Als ein lieber Freund aus meinem Studentenwohnheim per Whats-App zu einem Alpha-Treffen eingeladen hat, wurde ich neugierig. Damit habe ich meinen Weg gefunden, diese und viele andere Existenzfragen über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes) zu beantworten: über den Alpha-Kurs. Er bietet einmal pro Woche die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten über religöse bewegende Fragen zu unterhalten. Ein "Kurs" dauert ein Semester, allerdings ohne Anwesenheitspflicht.

 

So läuft ein Alpha-Kurs

Jede Woche treffen sich junge Studenten im Pfarrsaal oder an einem anderen Ort, um gemeinsam Abend zu essen und sich zu unterhalten. Toll ist es, dass es gratis frisch gekochtes Essen mit einer Nachspeise gibt - was für mich als Studentin immer sehr willkommen ist! Wahrscheinlich sind diese Freitagabende das kulinarische Highlight der gesamten Woche ;)

 

Nach dem Essen wird ein 20-minütiger Film angesehen, der in das Thema des Abends einleiten soll. In diesem Film wird die Fragestellung erklärt, zum Beispiel “Warum musste Jesus sterben?” oder “Können wir mehr vom Leben erwarten?”. Dabei führen zwei Protagonisten die Zuseher durch den Film und liefern Argumente und Zitate. Anschließend wird über die Frage am Tisch in der Kleingruppe diskutiert. 

 

Provokante Fragestellungen

Besonders ist mir aufgefallen, dass dabei besonders provokante Fragen gewählt werden, wie beispielsweise "Wer ist Jesus?". Wo ich mir gleich gedacht habe: "Häh? Das ist doch ur logisch! Wieso fragen die denn so etwas?!" Nach näherer Überlegung wurde mir aber bewusst, dass diese Frage alles andere als einfach zu beantworten ist, weil so viel in Jesus hineininterpretiert werden kann. Der Austausch mit den Freunden macht diese Diskussion schließlich noch komplexer, weil jede/r seinen individuellen Bezug zu Jesus hat und das Thema daher mit einer eigenen Perspektive beleuchtet. 

 

 
Was ich außerdem sehr schön finde, ist, dass jede/r seinen eigenen Standpunkt vertreten darf, ohne von anderen verurteilt zu werden.
 
 

Beim Thema "Wie liest man die Bibel richtig?" habe ich erwähnt, dass ich nicht an die Bibel glaube, weil sie für mich nicht mit meinem Lebensstil vereinbar ist und ich sie daher auch alles andere als wortwörtlich nehmen kann. In anderen religösen Gruppen wäre ich wahrscheinlich bei lebendigem Leib gesteinigt worden (gut – ich übertreibe ;)), aber beim Alpha-Kurs gingen alle sehr respektvoll mit mir um und versuchen, meinen Standpunkt zu verstehen. 

 

Alpha in Corona-Zeiten

Derzeit laufen alle Treffen über Zoom-Konferenzen. Wir essen "gemeinsam" (also jede/r vor seinem Laptop oder Computer) und plaudern. Den Film schauen wir auch "gemeinsam" an. Dazu wird ein Link in den Zoom-Chat gestellt auf den wir alle gleichzeitig drauf klicken und den Film ansehen.

 

Anschließend gehen wir in Break-out-rooms und unterhalten uns in einer Kleingruppe über den Film und diskutieren die Fragen. Beim allerersten Alpha-Treffen im Oktober habe ich die anderen sogar noch face-to-face gesehen (kaum zu glauben mittlerweile ;)). Diese Kleingruppen, die wir damals gebildet haben, bestehen beim virtuellen Alpha-Treffen noch fort – wir sind also noch immer die gleiche Rasselbande wie im Oktober.

Antonia Augendopler

Ich bin 19 Jahre alt, besuche die Schule und lebe im schönen Wien, wo ich stimmungsvolle Konditoreien und wundervolle Bälle am liebsten genieße.

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