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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Den Tag mit Gott abschließen

Einen Tag gut abschließen, das Leben nicht einfach vorbeiziehen lassen - und in Verbindung mit Gott bleiben? Das gelingt mit dem geistlichen Tagesrückblick, einer Form des Betens.

Kennst du das? Es ist später Abend oder gar schon Nacht und du willst nur noch ins Bett, denn die Müdigkeit ist groß. Doch ein Abendgebet soll nicht fehlen. Ist das überhaupt nützlich? 

Oder: Du bist einfach nicht in der Stimmung zu beten, einen Gottesdienst zu besuchen?
Was ist Gebet eigentlich - und wo kann ich beten?

 

Wie bete ich?

  • Beten kann ich überall –  es heißt für mich, mein Herz bewusst öffnen, ruhig zu werden, um oder für etwas zu bitten und/oder zu danken.
  • Versuchen, im Hier und Jetzt zu sein – alles, was mich bewegt, zu spüren. Nachzudenken, was ich erlebe und nachzusinnen, was mir gut tut, mir zu einem Leben in Fülle verhilft.
  • Gebet ist, sich im Schutz einer höheren Macht (die ein*e Christ*in Gott nennt) zu wissen und mit Gott zu sprechen- auf Augenhöhe vom DU zum DU!
 
„Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter. Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer. Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.“
- Lothar Zenetti -
 
 

Vieles in einem anderen Licht zu sehen, meint, so denke ich, mit einem Grundvertrauen durch das Leben zu gehen. Sich den kleinen Überraschungen, die ein Tag uns schenkt, zu widmen - darin auch ein Stück weit Kraft zu tanken und Gottes Liebe zu erkennen. Ich reflektiere und erkenne eine Haltung in mir, die mich dankbar macht und meinem Leben Hoffnung und Sinn gibt.

 

 

Jede*r hat seine je eigene Art nachzudenken, zu beten, zu staunen. In diesem Artikel darf ich euch eine Art zeigen, wie es mir gut gelingt, den Tag Revue passieren zu lassen, nachzusinnen, was mir alles geschenkt worden ist.

 

Meine Formen des Betens

Nicht jeder Tag ist gleich:

  • mal bete ich mit Musik
    (Diesen Tag, Herr, legich zurück in deine Hände, denn du gabst ihn mir) und nehme wahr, was die Melodie und der Liedtext in mir auslösen.
  • mal in Stille (schweigen, den Atem spüren, nur da sein)
  • hin und wieder bete ich ein Vater Unser oder lese ein formuliertes Gebet
  • zeitweise bete ich bei einem Spaziergang (nehme die Geräusche der Natur wahr, entdecke die zarte Seite des Schöpfers)
  • mal mit einer Bibelstelle (Schriftbetrachtung nach Ignatius von Loyola – was hat das mit meinem Leben zu tun?)
  • manchmal denke ich schrittweise den Tag von morgens bis abends durch und schreibe Ereignisse auf. Ich frage mich:
    • Wofür bin ich Gott dankbar?
    • Was möchte ich ablegen und sein lassen?
    • Was habe ich (nicht) geschafft?
    • Was waren für mich zentrale und wertvolle Erkenntnisse in den verschiedensten Lebensbereichen? 
       

Privatleben, Familie und Freunde

Gesundheit, Bewegung, Entspannung, Hobby

Hatte Zeit für …

Arbeit, Beruf, Studium

Emotional und Spirituell, Glaube und Kirche

Finanzen und Eigentum

 

 

Mit guten Gedanken will ich den Tag verabschieden und mit Segenswünschen den neuen Tag begrüßen.

Mit offenen Händen will ich das Vergangene abgeben und mit betenden Augen das Zukünftige erwarten.

Mit wertvollen Erinnerungen will ich das Gewordene bewahren und mit demütigen Erwartungen das Kommende empfangen.

Mit dankbaren Worten will ich das Gewesene würdigen und mit hörendem Herzen das Werdende schätzen.

Mit versöhnter Haltung will ich das Schmerzliche loslassen und mit wachsamer Spannung das Wachsende schützen.

Mit allen meinen Sinnen will ich Gott loben und danken, und mit tiefer Ehrfurcht vor ihm, mit ihm und in ihm bleiben und leben.

- Quelle unbekannt -

 
 

Mit einem dankbaren Gefühl zeichne ich mir abschließend das Kreuzzeichen auf die Stirn und lege mich schlafen.

 

Ich wünsche dir die Erkenntnis, dass Beten richtig gut tut und sich nicht auf vorgefertigte Gebete bezieht. Keep going on and be blessed.

 

Die Schritte zu einem gelungenen Tagesabschluss

  • Ich suche mir einen ruhigen Platz: in meinem Zimmer, in einer Kirche ... Ich atme ruhig und langsam ein und aus.
  • Ich spüre in mich hinein: Wie geht es mir jetzt gerade? Ich versuche die Gegenwart Gottes zu erspüren.
  • Ich bitte IHN, dass er mir hilft, mich und meinen Tag heute mit wachem Herzen wahrnehmen zu können.
  • Was habe ich heute erlebt? Welchen Menschen bin ich begegnet? Wofür bin ich dankbar? Was macht mich froh, was ärgert mich noch? Ich komme mit Gott ins Gespräch wie mit einem guten Freund: Ich bitte, lobe, klage, danke …
  • Ev. bete ich für ein bestimmtes Anliegen.
  • Ich lege diesen Tag – so wie er eben ist – vertrauensvoll in Gottes Hände.

Quelle und weiterlesen unter www.spiritualitaet.wien

Instagram: @spiritualitaet_edw

Andrea Mühlberghuber

Wohne in Niederösterreich, ausgebildete Kindergarten- und Religionspädagogin und 25 Jahre jung. Musik, lecker Essen, mein Glaube an Jesus, die frische Luft bei einem Spaziergang und philosophische Gespräche mit wichtigen Menschen bereichern mein Leben.

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