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14.11.2018 | Ehrenamt

Einmal kurz die Welt retten: Starte dein Projekt

Hast du eine Idee für ein soziales Projekt, aber für die Umsetzung fehlt das Geld? Das Europäische Solidaritätskorps hilft! Du kannst um eine Förderung von monatlich 500 Euro ansuchen.

Das Europäische Solidaritätskorps schafft Möglichkeiten, sich im eigenen Land sozial und karitativ zu engagieren. Alle jungen Menschen zwischen 17 und 30 Jahren, die in Pfarren, Gemeinden, Ortschaften oder in der Stadt eigene Initiativen und Projekte starten möchten, können bei der EU um eine Förderung von monatlich 500 Euro ansuchen.

 

Christine Keplinger ist Koordinatorin für das EU-Jugendprogramm "Erasmus+" und koordiniert die Arbeit des Europäischen Solidaritätskorps in Österreich. Neben der Möglichkeit, dass sich österreichische Jugendliche an Hilfs- und Sozialprojekten im EU-Ausland beteiligen, fördert die EU auch Projekte im eigenen Land.

 

 

 
© EU Solidaritätskorps
 
Christine Keplinger

„Es gibt zahlreiche engagierte junge Menschen in ganz Europa und speziell auch bei uns in Österreich. Und gleichzeitig gibt es viele gesellschaftliche Herausforderungen, die angegangen werden müssen. Deswegen ist es für die EU ein wichtiges Anliegen, auch lokale Projekte im Inland zu fördern, bei denen es darum geht, dass sich Jugendliche sozial und zum Gemeinwohl der Gemeinschaft einbringen. Dabei geht es um Projekte, die diese lokalen Herausforderungen angehen und auch die Gemeinschaft und das Zusammenleben vor Ort unterstützen.“
 
 

 

Welche Projekte werden gefördert?

Projekte, die zum Gemeinwohl und zum europäischen Solidaritätsgedanken beitragen: karitative Projekte, Hilfsprojekte, Flüchtlingsprojekte, Jugendprojekte, Projekte für Menschen mit Behinderung, Umweltprojekte und vieles mehr. Zum Beispiel kann man in Form eines Projektes Menschen im eigenen Dorf zusammenbringen und Müll einsammeln. Oder Deutschkurse oder Spielenachmittage anbieten, bei denen Migranten mit Einheimischen zusammenkommen. Wichtig ist, dass es Projekte sind, bei denen es immer darum geht, dass man etwas Solidarisches und/oder Karitatives und/oder Nachhaltiges tut.



 

Wie kann ich ein Projekt umsetzen?

Schritt 1: Projektidee

Einer oder mehrere Jugendliche überlegen sich eine Idee, mit der sie ihre Gemeinde unterstützen können. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt – alles was der Gesellschaft gut tut und einen sozialen oder karitativen Hintergrund hat, kann ein förderungsfähiges Projekt werden.

 

Schritt 2: Vernetzung

Der EU ist es wichtig, dass sich Leute zusammenschließen und gemeinsam aktiv werden. Das heißt: Nachdem man eine Projektidee ins Auge gefasst hat, geht es darum, ein Projektteam von mindestens fünf Personen im Alter zwischen 17 und 30 Jahren zu definieren und diese Personen in der Datenbank des Europäischen Solidaritätskorps zu registrieren.

 

Schritt 3: Projektplan

Hier geht es darum, das Projekt genauer zu definieren und sich einzelne Projektphasen zu überlegen. Dabei gibt es in jedem österreichischen Bundesland eigene Regionalstellen als Anlaufstelle, die mit Rat und Unterstützung bereitstehen und bei der Aufsetzung des Projektes gerne unterstützen.

 

Schritt 4: Antrag

Nachdem das Projekt definiert ist und das Projektteam feststeht, geht es darum, online einen Förderantrag auszufüllen. Dieser Antrag ist zu finden auf der Webseite des Europäischen Solidaritätskorps. Wichtige Info: Rechtzeitig um die Förderung ansuchen. Es gibt drei Deadlines pro Jahr.

 

Schritt 5: Loslegen

Etwa zwei bis drei Monate nach der Einreichung des Projektauftrages bekommt man vom Europäischen Solidaritätskorps die Nachricht, ob das Projekt gefördert wird. Im Falle einer positiven Zusage bekommt man einen Vertrag zugeschickt, den man unterschreiben muss. Und dann kann die Projektumsetzung auch schon beginnen. Die EU fördert jedes Projekt, für das es einen positiven Bescheid gibt, mit 500 Euro im Monat für eine Projektdauer von minimal zwei Monaten, bis zu einem Jahr – also 12 Monaten.

 

Was ist mit jungen Menschen, die noch keine Erfahrung darin haben, ein Projekt richtig aufzusetzen?

Wir als Nationalagentur der Europäischen Union empfehlen wirklich allen Jugendlichen, die sich in unserem Land sozial engagieren möchten, diese Möglichkeit der EU-Förderung zu nutzen.

 

 
500 Euro pro Monat ist ein schöner Betrag, der den Jugendlichen dabei helfen kann, die eigenen Ideen umzusetzen. Darüber hinaus gibt es nicht nur diese finanzielle Unterstützung, sondern wir bieten allen Projektteams auch die Möglichkeit der Unterstützung durch Beratung in den Regionalstellen und bei Bedarf auch gratis Beratung durch qualifizierte Coaches.
 
 

Außerdem planen wir für 2019 sogenannte „Project Labs“, also spezielle Workshops für junge Menschen, die Projektideen haben, aber nicht genau wissen, wie sie von dieser Idee zu einer konkreten Umsetzung kommen. Diese Workshops werden in Form von zweitägigen Spezial-Trainingseinheiten angeboten werden.

 

Also gibt es keinen Grund für Hemmschwellen.

Uns und der gesamten EU ist es wichtig, dass wir eine solidarische Gesellschaft aktiv fördern. Deswegen liegt es uns am Herzen, dass wir engagierte Jugendliche, die helfen wollen, bestmöglich dabei unterstützen. Wir stehen ihnen mit Rat und Tat und auch mit finanzieller Förderung zur Seite, damit sie etwas daraus machen können.

 

Solidaritätsprojekte im Europäischen Solidaritätskorps im Überblick

  • Es braucht eine Gruppe von min. fünf Personen im Alter von 18  bis 30 Jahren, die gemeinsam eine Idee verwirklichen wollen.
  • Ihr entscheidet, worum es geht! Mögliche Themen können Bildung, Integration, Kunst und Kultur, Menschenrechte, Umweltschutz u.v.m sein.
  • Das Projekt passiert auf lokaler Ebene, in der eigenen Gemeinde oder Stadt, im Bezirk oder der Region. Organisationen, z.B. ein Jugendzentrum oder ein Verein, können gemeinsam mit oder für euch das Förderansuchen stellen.
  • Für die Umsetzung eures Projekts gibt es eine monatliche Pauschale von 500€! Zusätzlich kann euch ein Coach unterstützen.

Zum Europäischen Solidaritätskorps

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