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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Frischer Wind im Kleiderkasten

Zweimal im Jahr neue Kleider ohne einen Cent zu bezahlen, dabei die Umwelt schonen, richtig viel Spaß haben und noch etwas Gutes tun? Klingt zu gut um wahr zu sein? Das dachte ich mir auch, als mich eine Freundin das erste Mal auf Facebook zu einer Kleidertauschparty einlud.

Ich durchsuchte meinen Kasten nach Dingen, die ich nicht mehr anziehe- ehrlich gesagt musste ich gar nicht lange suchen- denn der pinke Winterpulli, den ich einmal unbedingt haben musste, der mir aber so überhaupt nicht steht, leuchtete mir bereits entgegen.  Der war zu teuer um ihn wegzuwerfen, aber eigentlich liegt er nur im Kasten herum und braucht Platz. Auf die Art hatte ich in erschreckend kurzer Zeit einen Sack voller Kleidung, die ich eigentlich nicht mehr anziehe, beisammen, den ich mit auf diese ominöse Kleidertauschparty nahm.

 

 
Am besten funktionieren Einladungen per facebook © unsplash/MEINPLAN.at
 

Am besten funktionieren Einladungen per facebook © unsplash/MEINPLAN.at

 
 

 

Aber wie funktioniert so eine Kleidertauschparty eigentlich?

Einladung

Sehr gut funktionieren solche Einladungen über Facebook, wenn man ein paar Freundinnen (unsere Partys sind Ladies only) an einem Abend zu sich einlädt. Dabei ist es nett, wenn es kleinere Snacks und auch die eine oder andere Flasche Wein gibt, wobei die Gäste hier auch immer etwas mitbringen können.  Zeitlich bieten sich die Parties zum Saisonwechsel an, wenn sowieso gerade alle ihre Kleiderkästen durchschauen.

 

Ablauf

  • Ausmisten: Alle Teilnehmer misten ihren Kleiderkasten aus und bringen mit, was ihnen nicht mehr gefällt oder passt. Es ist aber auch OK zu kommen, wenn man gerade nichts hat, was man hergeben kann oder will. Die Kleidungsstücke sollten in einem tragbaren Zustand sein.
 
Ikea-Säcke voll mit ausgemisteten Kleidungsstücken © Mariella Visy / MEINPLAN.at
 

Ikea-Säcke voll mit ausgemisteten Kleidungsstücken © Mariella Visy / MEINPLAN.at

 
 
  • Präsentieren: Zu meinem ersten Schrecken, muss jeder dann seine „Schätze“ präsentieren, also sie einzeln der Runde zeigen (aber nicht anziehen, dass dauert zu lange) und sie dann entsprechend anpreisen. Dieser Teil macht besonders viel Spaß, denn über die eigenen und fremden Modesünden wird auch viel gelacht. Omas Bommelpullover, das grüne Glitzerkleid, dass man für die Mottoparty gekauft hat, oder die Jeans, in die man das letzte Mal vor 5 Jahren gepasst hat, sie alle treffen sich auf der Kleidertauschparty.
 
Modische Highlights werden präsentiert © Hemma FM / MEINPLAN.at
 

Modische Highlights werden präsentiert © Hemma FM / MEINPLAN.at

 
 
  • Anprobe: Gefällt jemandem ein Stück, dass gerade präsentiert wird, schreit man laut „ich“ und man bekommt es zugeworfen. Gefällt es gleich mehreren machen wir eine Reihung. Denn nach der Präsentation beginnt die Anprobe, bei der alle ihre Errungenschaften anprobieren und da wird auch noch viel herumgetauscht, kritisch beäugt und weiter gegeben.
 
In einer hauseigenen Modenschau werden die ergatterten Kleidungsstücke vorgeführt © iStock/MEINPLAN.at
 

In einer hauseigenen Modenschau werden die ergatterten Kleidungsstücke vorgeführt © iStock/MEINPLAN.at

 
 
  • Spenden: Zum Schluss kann sich jeder aussuchen, ob er die mitgebrachten Dinge, die keine Abnehmerin gefunden haben, wieder mitnimmt, oder sie spenden will. Dabei kommen jedes Mal ein paar Säcke mit guter Kleidung zusammen, die wir dann zur Caritas bringen.
 
Übrige Kleidungsstücke werden nachher zur Caritas gebracht © Mariella Visy / MEINPLAN.at
 

Übrige Kleidungsstücke werden nachher zur Caritas gebracht © Mariella Visy / MEINPLAN.at

 
 

 

Und wer weiß, vielleicht leistet ja auch mein pinker Winterpulli noch jemandem gute Dienste?

 

 

HemmaFM

Ursprünglich aus der Steiermark, bin ich vor einem Jahr nach Wien in eine lustige Dreier-Mädels-WG gezogen und genieße alles, was Wien zu bieten hat. Neben dem Studium (Soziale Arbeit und Jus) und meinem Beruf engagiere ich mich für eine große Freiwilligenorganisation ehrenamtlich. Ich bin leidenschaftliche Radfahrerin und Gastgeberin, man trifft mich auch oft im Theater oder im botanischen Garten.

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