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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Berufsbegleitendes Studieren - ein Ding der Unmöglichkeit?

Studieren und gleichzeitig arbeiten – worauf muss man achten, um diese Challenge zu meistern? Nathalie gibt ihre Erfahrungen weiter.

Sicher wurdest du schon oft damit konfrontiert, dass viele neben dem Studium arbeiten, da sie das Geld benötigen. Was aber, wenn man hauptsächlich arbeitet und das Studium auf eine ,,Berufsbegleitung“ ausgelegt ist? Vielleicht stehst du kurz davor, dich für ein berufsbegleitendes Studium anzumelden oder die Aufnahmeprüfung zu machen und hast noch Bedenken? Worauf muss man achten, damit man diese berufsbegleitende Challenge auch meistert?

 

Berufsbegleitend Studieren – kann das überhaupt funktionieren?

Die simple Antwort darauf ist: Ja. Wenn man Studium und Beruf vereinbaren will, kann man es schaffen - vorausgesetzt, man ist sich darüber im Klaren, dass es nicht einfach wird. Die vier "Grundpfeiler" auf denen der Erfolg meiner Meinung nach basiert, sind folgende:

  1. Planung
  2. Disziplin
  3. Verzicht
  4. Kollegialität

 

#1 Planung

 
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Um Studium und Beruf zu vereinen bedarf es gründlicher Planung. © iStock / MEINPLAN.at

 

Planung ist (fast) alles! Ich studiere selbst nun schon das vierte Jahr berufsbegleitend. Was ich festgestellt habe, ist, dass Planung wirklich wichtig ist!

Der gut geführte Kalender ist das A und O. Übrigens empfehle ich ganz altbacken einen Papierkalender – dieser bietet immer noch mehr Übersicht als jeder digitale und ist auch nicht mit anderen Systemen vernetzt, was zu Problemen führen könnte. Tragt euch hier einfach jeden Termin ein, egal wie unbedeutend er scheint. Notiert jede Abgabefrist, jede Prüfung und seid dabei möglichst genau. Nicht nur Uni-Termine, sondern auch jene, welche die Arbeit betreffen, sollte man genau aufschreiben. Wenn man im Stress ist, kann ein gut geführter Terminkalender durch seine Übersichtlichkeit für Entlastung sorgen.

 

Ein Blick genügt und man weiß, was alles erledigt werden muss.

 

#2 Disziplin

Dieser Punkt ist einfach zu erklären, dafür umso schwieriger in der Umsetzung: Man muss es auch wirklich schaffen wollen.

 

Wer berufsbegleitend studieren will, muss dies auch wirklich, aus ganzem Herzen, wollen. Beruf und Studium unter einen Hut zu bringen - das funktioniert halbherzig nur in den wenigsten Fällen.

 

Seid euch darüber im Klaren, aber behaltet auch im Hinterkopf, dass ihr es schaffen könnt.


#3 Verzicht

Sehr wichtig ist neben Disziplin auch der Verzicht: Statt einem gemütlichen Fernsehabend oder Zocken sind dann erst mal Lernen und das Schreiben von Hausarbeiten dran.

 

Wer, wie ich, durch diese Doppelbelastung weniger Freizeit hat, der muss zur Erreichung seiner Ziele auch manchmal verzichten. Sicher, es ist nicht immer einfach, manchmal siegt auch die Unvernunft, trotzdem sollte man dazu in der Lage sein, das Vergnügen ab und zu hintanzustellen.


# 4 Kollegialität

 
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Zusammenhalten - mit vereinten Kräften schafft man es besser durchs Studium. © iStock / MEINPLAN.at

 

 
 

Wie in jedem Studium sind die Kollegen und Kolleginnen oftmals die Retter in der Not. Ganz besonders aber, wenn es sich um ein berufsbegleitendes Studium handelt! Krankenstände, wichtige Besprechungen und ,,Krisen“ am Arbeitsplatz führen hin und wieder dazu, dass man es nicht schafft, den kompletten Überblick zu behalten oder zu den Präsenzzeiten immer anwesend zu sein. Durch die komprimierte Lernform ist man dazu angehalten, bestimmte Inhalte unbedingt in einem bestimmten Zeitfenster zu beherrschen (außer, wenn es sich um eine Art Fernstudium ohne festes Curriculum handelt).

 

Ich versuche daher, dass ich meine Mitschriften, Ausarbeitungen usw. mit meinen KollgInnen teile und erhoffe mir im Gegenzug, dass auch sie mit mir teilen, wenn ich einmal etwas von ihnen brauche - immerhin sitzen wir alle im selben Boot und kämpfen nicht gegeneinander. Mit etwas Zusammenhalt wird das Leben wesentlich leichter.

 

Weitere Denkansätze

Oft höre ich, dass Leute die berufsbegleitend studieren, auf viel verzichten beziehungsweise vom Studium weniger ,,haben". Stimmt das?

 

Naja, einerseits irgendwie schon, andererseits stimmt es nicht. Du entscheidest immer noch allein, wie sehr du dich mit einer Materie beschäftigst. Bei 15 Buchempfehlungen kannst du dich zum Beispiel bewusst für nur 3 entscheiden. Bei einer Hausarbeit zwischen 5 und 12 Seiten obliegt es dir, wie viel du tatsächlich schreibst. Klar, KollegInnen die nebenbei nicht arbeiten, könnten theoretisch alle 15 Bücher lesen und 12 volle Seiten schreiben. (Aber ehrlich, wer tut das denn schon wirklich?)

 

Was ich damit sagen will: Du kannst viel mehr selbst bestimmen, als du denkst! Wichtig sind auf jeden Fall Prioritäten. Ich setze jeden Tag ganz bewusst solche Prioritäten, die oft mit Einschnitten und Entscheidungen einhergehen - trotzdem, meine Methode funktioniert nun schon seit 4 Jahren ganz gut. Wann ich das letzte Mal gefeiert habe, weiß ich zwar nicht mehr – dafür bekomme ich sowohl Beruf als auch Studium unter einen Hut! Und darauf bin ich stolz.

 

Ich glaub an dich – du schaffst das auch!

Nathalie Credo

Schon viel gesehen, erlebt und ausprobiert: einfach Nathalie. Ich bin Sängerin, Autorin, Sozialpädagogin und Sozialarbeiterin, wobei ich mich auf zuletzt genanntem Gebiet gerade weiter spezialisiere. Neben Österreich sind die USA mein zweites Zuhause - das Reisen ist eines meiner liebsten Hobbys, doch zu lange würde ich von meinen beiden Katzenkindern nicht getrennt sein wollen. Meine Blogs sind vielfältig – so wie ich!

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