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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Abenteuer Studium - Tipps für den Beginn

Endlich ist er da, der lang ersehnte Moment, dass Maturazeugnis in der Tasche und bereit für das nächste Abenteuer – Das Studium.  Raphaela blickt auf ihren eigenen Studienbeginn zurück und hat Tipps gesammelt, die den Studienbeginn erleichtern.

Vor fast genau 3 Jahren war ich auch an diesem Punkt und bin voller Vorfreude, aber auch mit so manchen Sorgen und Ängsten in den neuen Lebensabschnitt gestartet. Deshalb habe ich versucht, dir für den Beginn mit ein paar Tipps und Tricks weiterzuhelfen, die ich damals gut gebrauchen hätte können.

 

Leben und Wohnen in der Studentenstadt

Studienbeginn © iStockphoto.com / MEINPLAN.at
 

Studienbeginn © iStockphoto.com / MEINPLAN.at.

 

Bevor das Abenteuer Studium so richtig losgeht, solltest du dich um einige Dinge im Vorfeld kümmern, damit der Studienstart reibungslos klappt. Dazu gehört natürlich auch, solltest du nicht in deiner Heimatstadt studieren, das Wohnen.

 

Ich habe, nachdem ich entschieden hatte wo ich studieren möchte, mich über Studentenwohnheime informiert und nach kurzem Vergleich, eine Anmeldung ausgefüllt. Ich studiere in Linz, wo es sicher noch einfacher ist, einen Heimplatz zu bekommen. Ich hatte nach knapp 2 Wochen eine Zusage, manche Heimleitungen wollen ein kleines Motivationsschreiben bzw. einen Vorstellungstext von dir haben. Mit der Suche solltest du ungefähr dreiviertel Jahr bis ein Jahr davor beginnen, vergiss dabei nicht eventuelle Fristen, die einzuhalten sind.

 

Auf der jeweiligen ÖH-Webseite der Universitäten finden sich auch oft Wohnbörsen, wo du WGs oder auch eigene kleine Wohnungen finden kannst, für jeden also sicher etwas dabei. Für mich war ein wichtiger Entscheidungsgrund, ob ich mich in der jeweiligen Stadt wohl fühle. Dafür habe ich in den Ferien einen kurzen Abstecher nach Linz gemacht und mich umgesehen, was die Stadt alles zu bieten hat. Für mich war es fast Liebe auf den ersten Blick und ich bereue meine Entscheidung bis heute nicht. Linz ist mittlerweile meine zweite Heimat.

Organisation und Planung des Studiums

Hast du dich erstmal für ein Studienfach entschieden, kannst du schon vor Beginn mit der Planung starten. Viele Unis bieten einen Erstsemestrigen Tag oder zahlreiche Möglichkeiten für Gespräche mit den Organisationen der Unis oder älteren Semester an. Dort erhältst du Tipps für die Wahl der jeweiligen Fächer, denn manche Kurse gibt es nur einmal im Studienjahr, kalkuliere auch ein, ob du neben der Uni noch arbeitest, oder, ob es noch andere Nebenhürden gibt. Du erhältst aber sicher auch so manchen Insider-Tipp. Ich habe vor Studienbeginn mit dem Projekt „Studieren probieren“ einen Tag mit einer Studentin verbracht und so einen tollen Einblick ins Reallife eines Studenten bekommen und den Campus gesehen. Setzte dich auch schon vor Beginn mit den Beihilfen auseinander und informiere dich früh genug, ob es vielleicht sogar Stipendien gibt.

Freizeit und Studium

Die Erkenntnis, dass ein Studium im Grunde ein Fulltime-Job ist, habe ich relativ schnell erfahren. Neben stundenlangem Büffeln solltest du aber auch nicht deine Freizeit vergessen. Freunde finden an der Uni ist im Grunde ähnlich wie im Kindergarten, nur eine Spur schwieriger und es erfordert mehr Mut.

 

Für die meisten ist der große Hörsaal am Anfang einschüchternd. Vergiss aber nicht, jeder ist in der gleichen Situation und möchte nicht alleine sein. Warum also nicht einfach seinen Sitznachbarn ansprechen und herausfinden, ob man nicht nur selbst voller Aufregung ist.
 
 

 

Meine Universität hat für das erste Semester ein „Erstsemestrigen-Tutorium“ organisiert, wo in kleinen Gruppen versucht wird, den Studienstart zu erleichtern. Man bereitet sich z.B. auf das erste Mensafest vor und hat so einige Gelegenheiten, Kontakte zu knüpfen.

 

Ich habe meine Freunde teilweise durch besagtes Tutorium, aber auch in Vorlesungen kennengelernt - was das Verleihen eines Stiftes manchmal bewirken kann. Wichtig ist nur, sich nicht in die Ecke zu drängen, sondern offen für Neues zu sein, auch ich war am Anfang eher von der schüchternen Sorte, wenn ich es also geschafft habe, schaffst du das sicher auch! Die Universitäten bieten mit sogenannten USI-Kursen auch ein Sport-Freizeit- Programm, mit wirklich vielen tollen Angeboten und Möglichkeiten an.

Von Talenten, so manchem Irrglauben und der richtigen Lernstrategie

Manch so ein Schulabsolvent, ist der Ansicht, mit besonderem Talent gesegnet zu sein, weil er mit Top-Noten bisher glänzen konnte. Schule und Studium zu vergleichen ist so gut wie unmöglich und der Irrglaube, dass Talent automatisch für Erfolg garantiert, hat schon so manchen unsanft aus dem Traum gerissen. Selbstverständlich ist es äußerst hilfreich, vielleicht gut auswendig lernen zu können, oder eine besondere Begabung mit Zahlen zu haben.

 

 
Das Studium ist jedoch eine komplett neue Art, von Wissensaufnahme, schon alleine der Umfang des Stoffes, löst bei so manchen ein kurzes Gefühl der Beklemmung aus, aber keine Sorge auch daran gewöhnt man sich recht schnell. Der Unialltag mag manchmal hart und äußerst nervenaufreibend sein und erfordert eine Menge Selbstdisziplin.
 
 

 

Sei von Anfang an dein Selbstmanager, mach dir einen Plan über deine Prüfungen und Lernzeiten, deine Freizeit sollte natürlich auch nicht zu kurz kommen. Such dir einen für dich geeigneten Lernort, bei mir ist, dass z.B. die Fachbibliothek meines Studienfaches, weil ich beim Lernen absolute Ruhe brauche und daheim genügend andere Dinge finden würde, die ich stattdessen machen könnte. Finde die für dich geeignete Lernmethode und nutze die Möglichkeiten, dich mit deinen Studienkollegen auszutauschen. Wichtig ist nur, dass du das Studium von Anfang an ernst nimmst.

Was mir noch besonders wichtig ist

Ich kenn die Verzweiflung, Ängste und so manche Sorgen, die das Studium mit sich bringt zu genüge. Vergiss bitte nie, dass du studierst, weil du es willst, solltest du z.B. erkennen, dass das jeweilige Studium doch nichts für dich ist, ist auch das kein Beinbruch. Phasen der Unsicherheit und das nicht Wissen, wie man so manche Prüfung jemals schaffen soll, sind ganz normale Begleiter. Sei dein ganz eigener Cheerleader, verlier nie dein Ziel aus den Augen und vor allem genieße deine Studienzeit in vollen Zügen.

Raphaela Huber

Ich komme ursprünglich aus Vorarlberg, bin aber für mein Studium der Rechtswissenschaften ins wunderschöne Oberösterreich gezogen. In meiner eher begrenzten Freizeit liebe ich es, meine Freunde zu überraschen, zu reisen, zu backen und in guten Büchern zu schmökern.

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