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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at
10.09.2018 | Volontariat | Iris Ehgartner

Fünf Monate im Kloster: Volontariat in Oslo

Iris ist in Oslo angekommen, wo sie die nächsten fünf Monate in einem Dominikanerinnenkloster verbringen wird. Sie blickt zurück auf ihre erste Woche.

Am 3. September war es endlich so weit: Endlich ging mein Volontariat in Oslo los! Die nächsten fünf Monate werde ich nun im Sta. Katarinahjemmet verbringen, einem Dominikanerinnenkloster mit Studentinnenheim und Gästehaus. Vor ungefähr einem Jahr habe ich mich über die Webseite des Klosters beworben und seitdem habe ich mich darauf gefreut.

 

Obwohl: Kurz vor meinem Abflug war ich doch sehr nervös, vor allem, weil ich meine Familie und Freunde nicht zurücklassen wollte. Trotzdem habe ich mich auf die Reise gemacht und schon eine wunderbare erste Woche gehabt!

 

Alles ist neu und aufregend

Die ersten Tage waren sehr anstrengend, weil alles neu war und ich besonders viel lernen musste. Ich habe aber schon den Großteil meines Arbeitsfeldes kennenlernen dürfen. Meine Arbeit hier besteht einerseits aus Pflichten im Konvent und andererseits Aufgabenfeldern in der Gemeinde. Am Tag meiner Ankunft konnte ich mich noch ausruhen, am nächsten Tag wurde mir allerdings sofort gezeigt, wie man die Gästezimmer säubert und Essen vorbereitet.

 



Diese Arbeiten klingen vielleicht im ersten Augenblick nicht besonders spannend, doch nachdem die Schwestern mir ihre Spiritualität erklärt hatten, haben sie mir viel Freude bereitet. Sr. Ane-Elisabet erklärte mir, dass wir das Essen und den Tisch besonders sorgfältig vorbereiten, da uns in jedem Gast Jesus begegnet. Deshalb ist es eine Ehre, wenn man das Essen bereiten und Gastgeberin sein darf. Überhaupt versuche ich dieses halbe Jahr unter dem Motto zu leben, das mir Sr. Anne Bente gesagt hat, und das mich sehr beeindruckt hat: „Da, wo Menschen sind, haben wir eine Aufgabe. Also überall.“

 

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Pølse mit lompe © Iris Ehgartner/MEINPLAN.at

Am nächsten Tag fuhr ich in die älteste katholische Gemeinde Oslos, St. Olav. Hier half ich einer Gruppe Freiwilliger, die sich „Suppe og vennskap“ nennen, was „Suppe und Freundschaft“ bedeutet. An diesem Tag kochten wir aber keine Suppe, sondern machten pølse mit lompe, - Frankfurter in einer Flade aus Kartoffeln – ein sehr norwegisches Gericht. Das legten wir zusammen mit Saft, Kaffee, Schokolade und Mandarinen in einen Einkaufswagen, gingen damit auf die Straße und verteilten alles an Hilfsbedürftige.

 

Es ist schön, so viele neue Leute kennenzulernen

Dass das keine „konventionelle“ Suppenküche ist, zu der die Menschen hingehen, hat den Hintergrund, dass Jesus auch nicht darauf wartet, dass wir zu ihm kommen, sondern auf uns zugeht. Genauso wollen wir mit unserer Suppe (oder in diesem Fall auch nicht) und unserer Freundschaft auf die Menschen zugehen.

 

Nicht nur, dass die Leute, mit denen ich das vorbereiten durfte wirklich herzlich und freundlich waren, waren die Begegnungen mit den verschiedensten Menschen auf der Straße wirklich berührend und schön und obwohl ich danach vollkommen erschöpft war, war ich doch sehr zufrieden!

 

Ich musste aber selbstverständlich nicht die ganze Zeit arbeiten, es blieb auch genug Zeit, um mit den anderen Volontärinnen – zwei Mädchen aus Deutschland – die Stadt zu erkunden.

 

 

 
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Das königliche Schloss in Oslo © Iris Ehgartner/MEINPLAN.at

 
 

 

Das Erste, das wir sehen wollten, waren das Schloss und der Hafen, mittlerweile waren wir aber auch schon im Friedensnobelpreiszentrum – und das alles nach nur einer Woche! Ich bin schon sehr gespannt, was die nächsten fünf Monate bringen werden.

 

Hier findest du alles über Sta. Katarinahjemmet und die Mission der Schwestern: http://katarinahjemmet.katolsk.no/. Die Schwestern sind außerdem auch auf Instagram.

 

Tipp: Andere Freiwilligeneinsätze im Ausland findest du bei "ausserordentlich". Ein freiwilliges Ordensjahr kannst du auch in Österreich machen.

Iris Ehgartner

Ich komme aus Wien und studiere hier katholische Religion und Deutsch auf Lehramt. Wenn ich nicht gerade mit meinen Freunden über Gott und die Welt rede, bin ich mit meinem Hund unterwegs, vertiefe mich in spannende Bücher oder höre Musik – am liebsten Musicals!

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