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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at
10.06.2020 | Gebet | Nina B. Gusenbauer

"Glaube ist immer irgendwie da"

Ich bin dankbar für die langjährige Freundschaft mit Agnes und die Stunden, welche wir gemeinsam verbringen. Diese Zeit sehe ich als besonders und bereichernd an, da wir uns gegenseitig mit neuen Impulsen und Inspirationen versorgen. Ein inspirierendes Gespräch über moderne Spiritualität und persönlichen Glauben möchte ich nun mit euch teilen! Ich habe Agnes Fragen zu ihrer Spiritualität gestellt und sie hat mir ihre Welt des Glaubens gezeigt.

Wie lebst du deinen Glauben?

Mein Glaube © iStockphoto.com / MEINPLAN.at
 

Das gemeinsame Feiern und Danken © iStockphoto.com / MEINPLAN.at

 

Ich lebe meinen Glauben sehr für mich selbst. Da ich in meinem direkten Umfeld kaum Möglichkeiten habe, mit anderen Personen darüber ins Gespräch zu kommen. Deshalb ist es bereichernd und umso schöner viele junge Menschen in meinem Beruf um mich zu haben, welche sich über Glaubensthemen mit mir austauschen.

 

Ich lebe meinen Glauben selbstverständlich, ich nehme mir nicht bewusst Zeit dafür, sondern erlebe Glauben als „immer da irgendwie“. Mit anderen Worten: Glauben erfahre ich durch tiefe Dankbarkeit und Faszination. Zum Beispiel einem Danke für den neuen Morgen oder ein „WOW“ für die Phänomene der Natur.

 

Das Besondere ist dann das gemeinsame Feiern des Glaubens, egal ob im großen oder kleinen Kreis. Wenn ich Events selber mitgestalte, nehme ich gleichzeitig am Feiern teil und bewältige Herausforderungen – mit dem Vertrauen, dass mich jemand so erschaffen hat, dass ich meine Aufgaben bewältige. Mit dem Vertrauen, dass Gott alles so richtet, wie er es für mich gedacht hat.

 

Deine Gedanken zum Gebet?

Gemeinsam © iStockphoto.com / MEINPLAN.at
 

Gemeinschaft! © iStockphoto.com / MEINPLAN.at

 

Für mich ist Beten im Hier und Jetzt: Der Natur, meinem Gegenüber und mir selbst mit Wertschätzung begegnen. Gott ist kein Automat, bei dem man oben ganz viele Bitten reinwirft und unten kommt alles heraus, was man sich gewünscht hat. Glauben ist in der Gegenwart und in dem ich mich mit anderen verbinde, entsteht wahre Nähe. Das Bitten im Gebet lasse ich deshalb immer mehr weg, da Beten für mich mehr „präsent sein“ ist. Bitten haben dennoch in meinem Gebet Platz, da sie mir in herausfordernden Zeiten helfen, meine Wünsche zu formulieren und weil ich fühle, dass meine Sorgen bei Gott gut aufgehoben sind.

 

Was bedeutet Kirche für dich?

Kirche bedeutet für mich MEHR als nur ein Gebäude oder eine Institution. Wir Menschen haben den Aufruf zur Nächstenliebe. Mit Liebe im Herzen zu handeln als Mensch, immer und überall, sowohl in der Gesellschaft als auch in der Natur. Wir haben den Auftrag auf das Evangelium zu hören und den Dienst am Nächsten auszurichten. Kirche bedeutet, dass ich nicht alleine bin und all das nicht alleine machen muss. Das ist das MEHR!

 

 
Kirche ist eine Gemeinschaft, in der ich Vorbilder finde, in der ich mich austauschen darf und meine Individualität willkommen ist.
 
 

 

Kirche kann ich dort leben, wo ich anderen mit Respekt begegne. In diesem Sinne ist Kirche nicht örtlich gebunden, sondern entsteht überall dort, wo Menschen mit ähnlicher Gesinnung aufeinandertreffen. Es ist so schön, dass Kirche so modern und unkompliziert gelebt werden kann. Andererseits kann die Kirche aber auch feierlich und zeremoniell gestaltet sein. Die vielen Seiten der Kirche finde ich großartig! Ich darf mitwirken! Ich kann mir Veränderungen wünschen und mitverändern: Ich kann meine Individualität und Ideen in die Gemeinschaft miteinbringen.

 

 
Agnes Schützenhofer © Agnes Schützenhofer / MEINPLAN.at
 

Agnes Schützenhofer

Agnes ist 22 Jahre alt und Beauftragte für Jugendpastoral für Dekanat Kremsmünster. An ihr schätze ich ihre Offenheit, Ehrlichkeit, kreative Ader, schöne Singstimme, Gastfreundschaft, soziale Kompetenz, ihr praktisches Denken, die Fähigkeit eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen und das Talent, anderen den Rücken zu stärken.

 
 
 
 
 
Nina B. Gusenbauer

Aufgewachsen bin ich in Oberösterreich und Niederösterreich. Derzeit fühle ich mich in Wien zuhause, wo ich als Elementarpädagogin berufliche Erfüllung finde. Wenn ich nicht gerade in der Natur Energie tanke, tauche ich in die Welt der Bücher ein oder versuche mich am künstlerischen Gestalten. Dankbar bin ich für jede Minute, welche ich mit meinen Lieblingsmenschen verbringen darf. Schreiben ist meine Leidenschaft, meine Stimme, mein Ausdruck.

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