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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Ja, ich darf mich selbst loben

Jeder Mensch steckt voller Talente und besonderer Fähigkeiten. Wie viel wir gut können, ist uns oft gar nicht bewusst! Ein Plädoyer für mehr Lob an uns selbst.

Ich habe sie schon oft gehört – die Redewendung, „Selbstlob stinkt“. Ich denke, dieser Satz ist an Menschen gerichtet, die mit (kleinen) Erfolgen übertrieben angegeben oder sich ständig selbst beweihräuchern. Meine Erfahrung ist aber auch, dass er manchmal zur Anwendung kommt, sobald jemand laut sagt: „Ich habe das gut gemacht!“ Das ist meiner Meinung nach ungerecht.

 

 
Ich habe manchmal den Eindruck, dass das Lob an andere eher gesellschaftlich anerkannt ist, als seine Leistungen selbst (an)zuerkennen und auszusprechen, wenn etwas gut geklappt hat.
 
 

 

In einer Fortbildung hatte ich eine wundervolle Vortragende. Sie bat uns, in Pärchen zusammenzugehen und 15 Minuten lang ohne Unterbrechung der anderen Person zu berichten, was wir gut können. Ich habe erkannt: In Wahrheit ist die Bandbreite an unseren Stärken riesig. Denn sie reicht von beruflichen Talenten, tollen Persönlichkeitseigenschaften und zwischenmenschlichen Stärken bis hin zu „banalen“ Dingen wie das Backen einer bestimmten Torte! Ich schaffte es tatsächlich, 15 Minuten lang darüber zu sprechen, was ich gut kann und war überrascht über mich selbst.

 

Gut über mich selbst zu sprechen ist ungewohnt

Zu Beginn der Übung ist es für mich sehr ungewohnt gewesen, so lange ohne Unterbrechung über meine Talente zu plaudern und mich sozusagen selbst zu loben. Immer wieder ist in mir ein Gefühl von „Das-tut-man-doch-nicht“ aufgepoppt.

 

 
Unterm Strich hat es schlussendlich verdammt gut getan, meine Gedanken darauf zu lenken, worin ich Stärken zeige – und diese Übung hat für mich bis heute nicht aufgehört.
 
 

 

Ich lenke mehr Bewusstsein darauf und ergänze meine Sammlung immer wieder aufs Neue. Oft bekomme ich tolle Impulse von meinen Mitmenschen zu Stärken, an die ich gar nicht gedacht hatte. Das bereichert mich sehr und hilft mir dabei, selbstbewusster durch die Welt zu gehen.

 

 
© Mattheus Ferero/Unsplash
 

Mir bewusst sein, welche Stärken ich habe, ist wichtig © Matheus Ferrero/Unsplash

 
 

 

Seit dieser Übung denke ich nun nach einer gelungenen Aufgabe oder einem erfolgreichen Erlebnis auch öfter „Das habe ich gut gemeistert“ und koste den Moment aus - unabhängig davon, ob meine Leistung auch von anderen gewürdigt oder wertgeschätzt wurde. Es ist, als ob man einen Berg besteigt: Selbstlob bedeutet für mich, nach all der Mühe, den Fleiß und der Energie, die man investiert hat, eine kleine Pause einzulegen, um die Aussicht zu genießen!

 

Sich der eigenen Talente bewusst sein

Sich bewusst zu sein, was man gut kann, ist in vielerlei Hinsicht sehr hilfreich! Egal ob es um die „richtige“ Berufs- oder Studienwahl geht, du dich gerade in einen Vorstellungsgespräch befindest oder du darum ringst, eine neue anspruchsvolle Herausforderung anzunehmen.

 

Ich finde, es gibt viele gute Gründe, um sich mit den eigenen Talenten zu befassen – und das ohne schlechtes Gewissen! Natürlich gehört auch ein realistischer Blick und eine gute Selbstreflektion dazu – schließlich soll eine Auseinandersetzung mit den eigenen Potenzialen nicht dazu führen, am Ende an Selbstüberschätzung zu leiden. Für alle, die an einem gesunden Selbstbewusstsein arbeiten, kann ich aber folgende Übung sehr empfehlen!

 

Erzähle bei einem Spaziergang einem engen Freund oder einer guten Freundin, was du gut kannst und sei ein/e gute/r Zuhörer/in, wenn die andere Person dran ist. Tauscht euch danach aus, ergänzt eure Stärken gegenseitig und bleibt offen für jede Gelegenheit, bei der du dein Eigenbild mit einem Fremdbild ergänzen kannst! Enjoy!

Claudia Dießner

Ich bin gerne draußen, in der Natur und auf der ganzen Welt unterwegs. Am liebsten bin ich mit Freunden zusammen, aber manchmal mache ich mich auch alleine auf die Reise. Die meiste Zeit verbringe ich in Wien, wo ich als Grafikerin arbeite und in der tollsten WG von Welt lebe. Mein sehr zeitintensives Bachelorstudium in Grafikdesign habe ich nach einem einjährigen Vorbereitungsjahr absolviert.

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