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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Warum ich mich für ein Studentenheim entschieden habe

Kann ich mir eine eigene Wohnung leisten?, hat sich Teresa gefragt. Ist eine WG etwas für mich? Das Studentenheim war für sie die beste Alternative.

Jeder Student spielt früher oder später mit dem Gedanken, Hotel Mama zu verlassen. Ich selbst habe mit 20 Jahren das erste Mal den Wunsch verspürt, auszuziehen und endlich unabhängig zu werden. Den Schritt tatsächlich gewagt habe ich allerdings erst mit 24. Warum ich so lange gewartet habe? Weil Ausziehen leichter gesagt ist als getan.

 

Kann ich mir eine eigene Wohnung leisten?

Das war die erste Frage, die ich mir gestellt habe. Und die Antwort war ein klares Nein. Meine Familie besitzt keine leerstehende Eigentumswohnung, in die ich hätte einziehen können. Also habe ich mich auf die Suche nach einer Mietwohnung gemacht. Schon nach kurzer Zeit habe ich realisiert, dass die meisten Wohnungen für mich alleine absolut unleistbar sind. Die Mietpreise in Wien sind sehr hoch und geförderte Mietwohnungen extrem begehrt. Bei Genossenschaften sind die Wartezeiten lange, Genossenschaftsbeiträge oft recht hoch.

 

 
Also hatte ich die Wahl: Mindestens 25 Stunden (wenn nicht mehr) neben dem Studium zu arbeiten, um mir eine Mietwohnung finanzieren zu können, oder eine Alternative zu finden. Ich habe mich für die Alternative entschieden.
 

Alternative Nummer 1: Die WG

Eine WG – das ist wohl die erste Wahl vieler Studenten, die sich keine eigene Wohnung leisten können. Zunächst habe auch ich stark dazu tendiert, in eine WG zu ziehen. Ich stellte es mir nett vor, mit anderen jungen Leuten eine Wohnung zu teilen, gemeinsam zu kochen und etwas zu unternehmen. Allerdings hatte niemand in meinem Freundes- oder Bekanntenkreis Bedarf an einer WG. Also habe ich mich auf Facebook auf diversen WG-Gruppen angemeldet. Um sicherzugehen, ob ich wirklich für eine WG geeignet bin, habe ich mit einigen Freunden gesprochen, die bereits Erfahrungen gesammelt haben.

 

 
WG-Leben © Sophia Volpini/MEINPLAN.at
 

In der WG gemeinsam essen und Zeit verbiringen - kann toll sein, aber für Teresa war das nichts. © Sophia Volpini/MEINPLAN.at

 
 
 

 

Dabei bin ich zu dem Schluss gekommen: Eine Wohngemeinschaft kann toll sein, für mich ist sie aber definitiv nichts. Ich war nämlich auf der Suche nach einem Rückzugsort mit eigenem Bad und eigener Küche, idealerweise nahe der Uni, mit viel Ruhe zum Lernen und Arbeiten. Außerdem war mir wichtig, dass die Miete nicht mein gesamtes Geld verschlingt und ich mir jedes Monat ein wenig Geld auf die Seite legen kann.

 

Alternative Nummer 2: Das Studentenheim

Mir blieb also nur noch das Studentenheim. Davon war ich anfangs überhaupt nicht begeistert. Studentenheim – dabei habe ich sofort an ein kleines, altes, lieblos eingerichtetes Zimmer, ein winziges Bad und eine Gemeinschaftsküche gedacht. Ich wollte aber unbedingt ausziehen, also habe ich begonnen, im Internet zu recherchieren. Dabei habe ich herausgefunden: Viele Studentenheime wurden in den letzten Jahren renoviert oder umgebaut, einige bieten mittlerweile sogar Appartments an. Ein Luxus-Apartment um rund 800 Euro war für mich aber ebenso unerschwinglich, wie eine eigene Wohnung.

 

Fündig geworden bin ich schließlich in der base19, dem ehemaligen Haus Döbling. Ein Mini-Apartment mit Vorzimmer, Kochnische, Bad und Wohn-Schlafraum. Dazu ein Garten mit Grill, Lernräume, eine Waschküche und ein Müllraum. Mein Apartment ist klein, aber fein, ich habe hier Internet dabei und die Lage des Hauses ist großartig. Für mich also die optimale Lösung. Nur wenige Monate nach meiner Anmeldung konnte ich bereits einziehen. Die Miete beträgt mit Strom, Wasser und Internet etwas weniger als 400 Euro. Einen Teil davon übernehmen meine Eltern. Ich habe endlich meinen eigenen Rückzugsort in Uni-Nähe und kann mir nebenbei immer wieder etwas Geld auf die Seite legen.

 

Meine Tipps für eure Zimmersuche

  • Zieht nicht Hals über Kopf aus! Nehmt euch Zeit für die richtige Entscheidung und beginnt rechtzeitig nach Wohnmöglichkeiten zu suchen.
  • Seid realistisch, wenn es um’s Finanzielle geht! Ist man erst einmal ausgezogen, merkt man, wie viel Geld man eigentlich zum Leben braucht.
  • Überlegt euch gut, ob ihr lieber alleine oder in einer WG wohnen wollt.
  • Bedenkt, dass ihr durch eine WG meist schneller neue Freunde und Bekannte findet als in einer eigenen Wohnung/einem Appartement. Seid ihr neu in der Stadt, ist eine WG oft die einfachere Möglichkeit, Anschluss zu finden.
  • Zieht ihr für’s Studium in ein anderes Bundesland, gibt es die Möglichkeit, sich in Studentenheimen anzumelden, die sich speziell an Studenten aus einem bestimmten Bundesland richten.

 

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Teresa Freudenthaler

Ich studiere Vergleichende Literaturwissenschaft an der Uni Wien. Neben dem Studium arbeite ich als freie Journalistin. Ich bin ständig unterwegs, trinke viel zu viel Kaffee und gehe leidenschaftlich gerne ins Kino.

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