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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at
17.12.2018 | Weihnachten, WG

Wie wir Weihnachten mit Freunden feiern

Weihnachten einmal anders: Ohne Familie und Geschenke – warum feiern Franzi und Edith ihren Heiligen Abend heuer in der WG?

Warum feiern wir Weihnachten ohne Familie?

Franzi: Diese Idee ist in meiner Wohngemeinschaft, wir nennen sie auch Familie Shalom (hebräisch für Friede), entstanden. Wir – Babsi, Christoph, meine Schwester Becks und ich – scherzten mit dem Gedanken, Weihnachten in unserer WG in Wien zu verbringen. Ich erzählte diese Idee meinen Freunden, alle fanden sie super und gleichzeitig auch spannend, weil es mal nicht der Standard-Abend mit der Familie ist. „Wieso eigentlich nicht?“, fragte ich mich und wir beschlossen, es zu machen.

 

Weihnachten feiern die meisten zuhause. Doch was ist, wenn das Zuhause nicht mehr mein „Zuhause“ ist, sondern ich mich bei Freunden viel geborgener und mehr beheimatet fühle? Ich wohne schon lange nicht mehr in Niederösterreich und Wien ist meine neue Heimat geworden, darum stellte ich mir die Frage, wieso ich Weihnachten nicht an dem Ort feiern sollte, wo mein Herz zuhause ist.

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Weihnachten mit Freunden feiern © iStockphoto.com/MEINPLAN.at
 

Wenn die Freunde wie eine Familie sind, warum nicht mit Freunden Weihnachten feiern? © iStockphoto.com

 

Edith: Grundsätzlich feiere ich Weihnachten sehr gerne mit meiner Familie und finde es jedes Jahr wunderschön. Aber als meine Freundin Franzi mir erzählt hat, dass sie mit ihrer WG dieses Jahr Weihnachten in Wien feiert, fand ich auch den Gedanken interessant, den Heiligen Abend einmal ganz anders zu verbringen, als ich es bisher immer getan habe. Um die Familie zu besuchen, ist ja am 25. und 26. Dezember immer noch genug Zeit. Ich habe also ziemlich bald begeistert zugesagt, als Franzi mich zu dem Weihnachtsfest mit ihrer WG eingeladen hat.

 

Was sagen die Eltern dazu?

Franzi: Es kostete mich viel Überwindung, meine Mama auf dieses Thema anzusprechen. Aber schließlich nahm ich all meinen Mut zusammen und fragte sie, ob meine Schwester und ich Weihnachten in Wien verbringen könnten. Sie reagierte ganz entspannt. Das wunderte mich am meisten. Ich musste gar nicht meine Überredungskünste anwenden, um zu argumentieren oder zu überzeugen und mit einem Mal fiel all die Anspannung von mir und Weihnachten „extreme“ konnte starten.

 

Ich lud zwei gute Freunde ein, die mit uns das Weihnachtsfest verbringen werden. Meine anderen WG-Mitglieder entschieden sich, niemanden mehr einzuladen und somit feiern wir zu sechst Weihnachten in unserer WG.

 

Edith: Wenn wir in der Familie planen, wer wann zu Weihnachten auf Besuch kommt, betont meine Mutter immer, dass es ihr wichtig ist, dass sich niemand gezwungen fühlt zu kommen und jeder ganz frei entscheiden soll, wie viel Zeit er oder sie bei der Familie verbringen möchte. Ich habe mir daher nicht viele Sorgen gemacht, dass meine Eltern böse wären, wenn ich Weihnachten bei Freunden verbringe. Und genau so war es auch. Sie haben es sofort erlaubt und meine Mutter hat einmal mehr erkannt, dass ich schon sehr selbstständig bin und mich schon sehr stark von der Familie abgelöst habe.

 

Wie organisiert man ein eigenes Weihnachtsfest?

Franzi: Mir ist erst später bewusst geworden, dass man das Weihnachtsfest plötzlich selbst organisieren muss.

 

Edith: Woher bekommen wir einen Christbaum? Wie teuer ist denn Christbaumschmuck? Was wollen wir essen? – All diese Dinge, um die sich sonst die Familie kümmert, liegen auf einmal an uns. Und auch der Ablauf des Weihnachtsfest muss besprochen werden.

 

 
Dadurch, dass wir ohne Familie feiern, haben wir die Chance, uns ganz neu zu überlegen, wie wir den Heiligen Abend gestalten wollen und können mit bisherigen Traditionen brechen.
 
 

Um alles zu planen, haben wir uns schon im Advent einmal alle mit Punsch und Keksen zusammengesetzt und besprochen, was uns wichtig ist und wer wofür zuständig ist. Dabei treffen natürlich auch gegenteilige Wünsche und Vorstellungen aufeinander und daher ist es wichtig, dass jeder auch eine gewisse Kompromissbereitschaft mitbringt.

 

WEihnachten mit Freunden: Jeder bekommt eine Aufgabe

Franzi: Um ein schönes Fest zu organisieren, müssen alle zusammenhelfen. Jeder hat verschiedene Aufgaben zugeteilt bekommen. Ich zum Beispiel bin für die Mehlspeisen zuständig und versuche mit Leckereien den Weihnachtsabend zu versüßen.

 

Wir haben uns darauf geeinigt, dass wir zu Beginn des Weihnachtsabends alle gemeinsam Raclette essen. Anschließend folgt ein Lobpreisteil mit Weihnachtsliedern und Kerzenschein vor unserem Christbaum, bevor wir zusammen in die Weihnachtsmette gehen. Danach beginnt der gesellschaftliche Teil des Abends, bei dem wir Spiele spielen, meine hoffentlich nicht verbrannten Kekse essen und die Gemeinschaft genießen.

 

Edith: Wir haben außerdem beschlossen, einander nichts zu schenken, weil wir einfach den Fokus mehr darauf legen wollen, worum es zu Weihnachten eigentlich geht. Nämlich, dass Jesus als kleines Kind in unsere Welt gekommen ist und auch heute noch in unsere Herzen kommen will.

 

Heuer steht für uns alle das erste Weihnachtsfest bevor, das wir ohne Familie feiern werden. Wir sind – um ehrlich zu sein – schon sehr aufgeregt und gespannt, wie es sein wird. Wir freuen uns schon, Weihnachten mit Freunden zu verbringen, die wie Familie für uns sind. Euch allen wünschen wir von ganzem Herzen ein wunderschönes und gesegnetes Weihnachtsfest!


Alles Liebe,

Franzi und Edith

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