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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Wie ich die Adventzeit nutzen möchte

Warum Franziska keine Weihnachtsgeschenke mehr kauft und jeden Sonntag eine Adventfeier veranstaltet. Ideen zum Nachmachen.

Als Kind war die Adventzeit eine ganz besondere Zeit für mich. Ich konnte es kaum erwarten, bis ich endlich ein Türchen des Adventkalenders öffnen durfte und immer mehr der Kerzen am Adventkranz brannten. In den Kaufhäusern glänzten die Weihnachtskugeln und die Weihnachtsdekoration leuchtete auf den Straßen. Alles war hell erleuchtet und glitzerte. Es schien, als wäre der Advent eine endlose Zeit, die nie zu Ende gehen würde.

 

Je älter ich wurde, desto mehr verlor sich der Zauber der Weihnachtszeit. In den letzten Jahren verlor ich mich förmlich im Kaufen, Weihnachtsstress und Konsum. Plötzlich wollte ich Geschenke für alles und jeden kaufen und Geschenke für die Familie oder Freunde zu finden wurde immer wichtiger, als die Zeit zu genießen. Neben dem vielen Stress und Hektik der Zeit stellte sich für mich immer mehr heraus, dass wir bereits im Überfluss leben und ich mit dem wenig Geld, das ich zur Verfügung habe, nur noch einen weiteren Beitrag zum Überfluss anderer leiste.

 

 
Mit den Geschenken für das wenige Geld, das ich zur Verfügung habe, leiste ich nur einen weiteren Beitrag zum Überfluss anderer.
 
 

Ich muss mir den Stress nicht antun

Mit der Zeit wurde mir aber auch bewusst, dass ich mir diesen ganzen Stress gar nicht antuen muss. Ich erinnerte mich wieder, warum wir Weihnachten überhaupt feiern, nämlich weil Jesus geboren wurde. Ich habe mich an die wunderbare Zeit in der Kindheit erinnert, wo die Adventzeit gar nicht zu früh anfangen konnte. Mir wurde es wieder wichtig, sich im Advent Zeit für das Wesentliche wie die Familie und Freunde zu nehmen, anstatt sie in den Kaufhäusern oder bei der Hetzerei nach den besten Geschenken zu verlieren. Das Ruhigwerden, das Stillsein und Warten stand plötzlich wieder im Vordergrund.

 

Jeden Sonntag eine Adventfeier

Um der Zeit einen neuen Wert zu geben, habe ich mir auch dieses Jahr wieder etwas Besonderes vorgenommen. Ich möchte den Advent nutzen, um jeden Sonntag eine Feier zu organisieren. Eine Feier, bei der ich Menschen einlade, die mir wichtig sind und für die ich dankbar bin. Eine Feier, bei der man mit Kerzen und einer Tasse Tee Zeit verbringt und sich mit Liedern, Texten und Gebet auf das Weihnachtsfest einstimmt.

 

Ich denke gerade in der heutigen Zeit, in der man immer erreichbar ist, alles schnell und auf Knopfdruck passieren muss, ist es wichtig, sich aus diesem Strudel der Eile hinauszubegeben. Ist es nicht schön, einfach einmal nicht erreichbar sein und sich Zeit zu nehmen für die Dinge, die man machen möchte?

 

Den Advent heuer anders erleben

Ich würde dich gerne herausfordern, deinen Advent heuer auch neu und anders zu erleben. Wenn du viel Stress hast, viele Besorgungen machen musst, bleibe stehen und hinterfrage deine Handlungen. Ist es wirklich nötig, sich zu Weihnachten zu beschenken und wenn ja, würde die Person sich über dein Geschenk freuen? Würde sie es brauchen und benutzen? Oder schenkst du nur, da man es eben tut und die andere Person sich vielleicht verletzt fühlen würde, wenn sie kein Geschenk bekommt.

 

Als Zweites lade ich dich ein, dir an einigen Tagen jede Woche mindestens 30 Minuten für dich zu nehmen.

Zeit, in der du

  • baden gehst,
  • Tee trinkst,
  • spazieren gehst,
  • dir einen Kaffee gönnst
  • und einfach das machst, was dich aufbaut.

Das kann dir helfen, mehr zu genießen, bewusst zu leben und was dir guttut, soll so zu einer Selbstverständlichkeit dieser Zeit werden.

  • Komm zur Ruhe und leg dein Handy einmal für ein paar Stunden auf die Seite,
  • lösche Instagram für einige Tage
  • oder backe einen Kuchen.
  • Werde wieder achtsamer gegenüber deinen Mitmenschen,
  • lade jemanden zum Essen ein oder mache jemandem eine Freude.  

 

Ich kaufe keine Geschenke mehr

Ich habe in den letzten Jahren beschlossen, keine Geschenke mehr zu kaufen und höchstens selbstgemachte Dinge wie Marmelade zu verschenken. Ich fordere dich heraus kreativ zu werden und Dinge, die man brauchen kann oder die selbstgemacht sind, zu verschenken. Ich finde diese machen viel mehr Freude und es wäre zu schade, wenn Geschenke nach Weihnachten in einer Ecke verstauben und vergessen werden.

 

Ich wünsche dir eine besinnliche, ruhige Adventzeit in der du still wirst, den Stress und die Hektik hinter dir lassen kannst und dir Zeit für dich und deine Liebsten nimmst.

Franziska Frank

Ich heiße Franzi, komme ursprünglich aus dem schönen Niederösterreich und mache derzeit eine Ausbildung zur Elementarpädagogin in Wien. Zu meinen größten Leidenschaften zählen Kaffee, Pommes, Wein, Abenteuer und Jesus. Wenn ich nicht gerade lerne, treffe ich mich gerne mit Freunden, genieße mein Leben oder lese verschiedenste Bücher.

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