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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

5 Tipps für weniger Stress

Nach Jahren, in denen Ines durchs Leben gehastet ist, weiß sie heute, worauf sie achten muss. 5 Tipps für weniger Stress - das Fazit ihrer #Adventchallenge.

Vielleicht kennst du diese Gefühle: Du wirst gelebt, statt selbst zu leben. Du funktionierst, statt dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Du läufst immer schneller, aber weißt eigentlich nicht mehr, was dein Ziel ist.

 

Dieses Gefühl stellt sich bei mir oft ein, wenn ich über längere Zeit gestresst bin. Stress ist ja grundsätzlich etwas Positives. Er hilft mir dabei, in wichtigen Situationen unser Bestes zu geben. Ich liebe es, ein aktives Leben zu führen und viele Projekte gleichzeitig am Laufen zu haben.

 

Aber wenn ich dauerhaft von einem Termin zum nächsten hetze und mich innerlich ständig frage, ob es genug ist, was ich leiste – dann wird der Stress gefährlich. Das macht auf Dauer krank, das habe ich selbst erfahren.

 

 
Zu viel Stress ist gefährlich - MEINPLAN.atZu viel Stress ist gefährlich.
 
 

 

Nach Jahren, in denen ich durchs Leben gehastet bin und immer 130 Prozent geben wollte, hat sich mein Körper gemeldet: mit Verspannungen, Übelkeit, Herzrasen, Tinnitus. Da wusste ich: Ich muss etwas anders machen, und vor allem meine Einstellung zum Leben ändern. In den letzten Jahren habe ich daher versucht, das Leben gelassener zu sehen und besser darauf zu achten, was mein Körper mir sagen will.

 

Für die #adventchallenge habe ich eine Woche lang meinen Stress „gespendet“. 5 Tipps für weniger Stress möchte ich mit dir teilen.

 

Tipp für weniger Stress: Teile dir deine Zeit gut ein und setze Prioritäten.

Tipps für weniger Stress © Ines Schaberger/MEINPLAN.at
 

Realistische Ziele setzen © Ines Schaberger/MEINPLAN.at

Oft werde ich gestresst, weil ich mir meine Zeit falsch eingeteilt habe, weil ich Dinge erst in der letzten Sekunde erledige oder mir eine To-Do-Liste vorgenommen habe, die sich in einem Tag gar nicht ausgehen kann.

 

Sich dann zu sagen „Das geht schon noch!“ ist Gift für den Körper. Darum versuche ich, mir meine Zeit gut einzuteilen um gar nicht erst in die Situation zu kommen, dass alles zu viel wird.

 

Was mir dabei hilft:

JA genauso wie NEIN zu sagen. Bevor ich für ein Projekt oder eine Aufgabe zusage, überlege ich mir kurz:

  • Will ich das wirklich?
  • Habe ich die benötigten Ressourcen dafür?
  • Was hat dafür weniger Zeit?

Dann sage ich zu oder ab – aus ganzem Herzen und ohne schlechtem Gewissen.

 

Um meine Prioritäten zu ordnen, hilft mir die Dringend-Wichtig-Skala.

 

Ich setze mir Ziele, die ich auch erreichen kann. Ziele, die machbar, messbar und motivierbar sind.

Tipp für weniger Stress: Gehe achtsam mit dir selbst um und nimm dir Zeiten der Ruhe.

Ich versuche, immer wieder Zeiten der Achtsamkeit einzubauen, bewusst zu atmen und ruhig zu werden.

 

 
„Ohne Ruhe reagiere ich nur auf Ansprüche und Anforderungen, ohne zu wissen, wohin ich eigentlich will und wer ich bin.“
- Tomas Sjödin -
 
 

Das hilft mir dabei, innerlich ruhig zu werden:

  • Ein paar Seiten eines guten Buches lesen
  • Am Ende des Tages eine Kerze anzünden und den Tag Revue passieren lassen. Dabei überlege ich zwei Dinge, die gut waren, für die ich dankbar bin, und eine Sache, die weniger schön war – und lasse diese los.
  • Etwas mit meinen Händen tun: ein bisschen stricken, einen Brief schreiben, kochen,...
  • Meine Gefühle und Gedanken in meinem Tagebuch festhalten

Weniger Stress, mehr Achtsamkeit im Alltag - MEINPLAN.at

Tipp für weniger Stress: Sei lieb zu deinem Körper.

Stress macht sich bei mir schnell körperlich bemerkbar. In stressigen Zeiten achte ich daher besonders darauf:

  • gut zu schlafen
  • viel zu trinken (Wasser und Tee)
  • ausgewogen zu essen. In Prüfungszeiten gehe ich auch gerne in die Mensa essen, um die Zeit fürs Kochen zu sparen. Oder ich quartiere mich bei meinen Eltern oder Großeltern ein, die gesund kochen.
  • mich beim Sport auszupowern. (Ich bin jetzt nicht der sportlichste Mensch und habe eine Abneigung gegen Fitnessstudios. Tanzen liebe ich jedoch – also drehe ich mir jeden Morgen „Havanna“ von Camilla Caballo auf und tanze mich in den Morgen, mache ein paar Sit-Ups...) Oder ich mache einen kurzen Spaziergang in der Natur und nehme die Treppe statt des Liftes.

Tipp für weniger Stress: Lerne, es mit dir selbst auszuhalten

Sehr gerne stopfe ich mir meinen Terminkalender voll, wenn ich es gerade nicht mit mir selber aushalte. Da lasse ich mich lieber von 1.000 Aufgaben ablenken, um Bestätigung von außen zu bekommen und mich nicht mit mir selbst beschäftigen zu müssen – denn da sind neben vielen schönen Gedanken auch ungeklärte Fragen, Zweifel oder gemischte Gefühle mir selbst gegenüber.

 

Mir hat sehr geholfen, was der Jesuit Michael Bordt dazu schreibt:

 
„Mit einem Zugewinn an innerer Freiheit wächst auch die Freiheit, das zu tun, was man als richtig erkannt hat. Wer nicht mehr fürchtet, in innere Bedrängnis und Spannungen zu kommen, weil er gelernt hat, diese auszuhalten, wer auch nicht mehr verdrängen muss, sondern Herr über seinen eigenen Gefühlshaushalt geworden ist, der muss nicht jeder Gefährdung seines emotionalen Friedens aus dem Weg gehen. Er muss keine fremden Erwartungen mehr erfüllen, er muss keinen fremden Ansprüchen gerecht werden, er muss die Maßstäbe nicht erfüllen, die andere Menschen an ihn anlegen und nach denen sie ihn beurteilen wollen“.

- Michael Bordt (Aus: Die Kunst, sich selbst auszuhalten) -

Tipp für weniger Stress: Strebe nach Exzellenz, nicht nach Perfektion.

Diesen Satz hat mir mein Betreuungslehrer im Schulpraktikum mitgegeben. Es ist gut, Aufgaben gut erledigen zu wollen, genau zu arbeiten und nach Exzellenz zu streben. Gefährlich wird es, wenn einen nur die Angst davor antreibt, einen Fehler zu machen – als Perfektionistin versuche ich, alles so perfekt wie möglich zu machen, um ja nicht angreifbar oder kritisierbar zu sein.

 

Dahinter steckt die Sorge, ob ich eh „genug“ bin, so wie ich bin. Liebenswert genug. Gut genug. Das lässt einen ängstlich um mich selbst kreisen und viel zu viel Zeit in Dinge investieren, die eigentlich nebensächlich sind.

 

 
Weniger Stress - MEINPLAN.at
 

Mich gern haben, so wie ich bin, auch wenn ich nichts leiste.

 
 

 

Es hat mir unheimlich geholfen, zu entdecken, dass meine Familie und Freunde mich gern haben, so wie ich bin – auch, wenn ich mal nichts für sie „leiste“, auch, wenn ich Dinge nicht perfekt, sondern gut mache.

 

Mir hilft die Freundschaft mit Gott

Übrigens: Mir hilft meine Freundschaft mit Gott, zu lernen, dass ich „sein“ darf und nicht perfekt sein muss. Wenn ich besonders gestresst bin, dann stelle ich mir manchmal vor, dass Gott mich mit liebevollem Blick ansieht. Das hilft mir sehr, mich darauf zu besinnen, was wirklich zählt im Leben und macht die Angst, nicht gut genug zu sein, weniger.

 

 

„Wo aber die Liebe regiert, hat die Angst keinen Platz mehr. Wirkliche Liebe vertreibt sogar die Angst.“

- Die Bibel, 1. Joh 4,17-18 -

 
 
Ines Schaberger

Ines Schaberger studiert Theologie und Religionspädagogik an der Uni Wien und war für ein Semester in Fribourg (CH). Sie arbeitet als freie Journalistin, liebt Bücher und Kaffeehäuser, Zeit in der Natur zu verbringen und Fragen zu stellen.

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