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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Abenteuer Freundschaft – erste gemeinsame Wohnung

Die erste Wohnung mit der besten Freundin: Glücksgriff oder Katastrophe? Über Viktorias Einschätzung zum Thema und die Kommentare aus ihrem Umfeld.

Eine Freundschaft seit Kindertagen © Viktoria Hinterleitner/MEINPLAN.at
 

© Viktoria Hinterleitner/MEINPLAN.at

 

Der Zufall oder das Schicksal, wie man es nimmt, führte mich im September 2003 in eine Kindergartengruppe in meinem Heimatort, die bereits seit einem Jahr von einem sehr kleinen und sehr ruhigen Mädchen namens Hannah besucht wurde. Mit ihr gemeinsam war dort auch ihre Cousine Tina. Ich hatte seit längerem schon ein Auge auf Hannah geworfen und erzählt meiner Mama zuhause, dass ich gerne einmal mit ihr spielen würde, sie jedoch immer mit ihrer Cousine zusammenklebe. Wie es sich ergab, wurde Tina eines kalten Wintertages krank, und ich ergriff meine Chance und spielte mit Hannah. Wir malten große Bilder zusammen und verbrachten von nun an nahezu jede Minute gemeinsam. Das war der Beginn einer langen und innigen Freundschaft.

 

Wir saßen in vier Jahren Volkschule und vier Jahren Hauptschule stehts in einer Klasse, wenn möglich auch in einer Bank. Auf allen Ausflügen teilten wir ein Zimmer und unsere Busplätze lagen stehts nebeneinander.

 

Auch als sich unsere Wege nach diesen zehn gemeinsam verbrachten Jahren trennten, verloren wir den Kontakt nicht. Fünf Jahre lang trafen wir uns so oft als möglich und betrauerten uns gegenseitig, als wir nahezu zeitgleich die Matura absolvierten.

 

Der Berufswunsch verbindet

Als frischgebackene Maturantinnen stellte sich uns nun die Frage, was wir mit unserem Leben weiterhin anfangen wollten. Für mich war sie eigentlich immer klar mit „Lehrerin“ zu beantworten. Auch Hannah kam zu dem Schluss, dass diese Richtung für sie passte. Ich schrieb mich also für Deutsch und Geschichte auf Lehramt ein, und sie für Mathe und Sport.


Als Hannahs Vater sie fragte, ob sie die familieneigene Wohnung in Wien für ihre Studienzeit beziehen wolle oder nicht, fragte sie mich, ob ich mit ihr zusammen dort einziehen möchte. Ich sagte prompt zu, denn die Aussicht auf eine Wohnung im dritten Bezirk gemeinsam mit meiner besten Freundin war verlockend.

 

Wohnen auf engstem Raum mit der besten Freundin

Nun kann man sich vorstellen, dass diese Wohnung sehr klein ist. Wir teilen uns dort ein Zimmer und der Platz ist wirklich sehr beschränkt. Nichtsdestotrotz habe ich selbst keine Bedenken, dass unser Vorhaben glücken wird. Wir sind den Umgang miteinander gewöhnt, kennen uns in und auswendig, und gehen dennoch sehr rücksichtsvoll mit den Gefühlen der jeweils anderen um.

 

Viele Menschen haben mir in den letzten Wochen und Monaten vorhergesagt, dass wir uns innerhalb kürzester Zeit zerstreiten werden und ich mir die ganze Sache zu blumig ausmale. Dass ab und zu ein Streit vorkommen wird, ist klar, doch denke ich, dass wir beide soweit sind, die Themen so auszudiskutieren, dass es für beide passt. Uns ist auch bewusst, dass wir in manchen Gebieten sehr unterschiedliche Ansichten haben, doch darüber mache ich mir keine großen Sorgen.

 

Bestärkt durch den gemeinsamen Urlaub

In meiner Annahme, dass unser Vorhaben glückt, hat mich unser gemeinsamer Urlaub diesen Sommer bestärkt. Wir verbrachten nur zu zweit acht Tage in Amsterdam und in Kopenhagen und haben beim Heimfahren im Zug noch gelacht.

Gemeinsam auf Urlaub: Das schweißt die Freunde zusammen © MEINPLAN.at
 

© Viktoria Hinterleitner/MEINPLAN.at

 

 

Natürlich ist es in diesem Urlaub auch zu kurzen Spannungen gekommen. Dies geschah beispielsweise eines Abends, als wir in Kopenhagen gelandet waren und uns vom örtlichen Bahnhof zu unserem Quartier durchfragen mussten. Es war unmöglich, zu der bereits ziemlich späten Uhrzeit jemanden zu finden, der uns weiterhelfen konnte. Schließlich sind wir zu Fuß mit unseren Trolleys zum Airbnb gelaufen, knapp eine Stunde durch das ruhige, nächtliche Kopenhagen. Der Spaziergang und ein zuvor eingelegter Snack haben unsere Nerven wieder beruhigt und wir konnten schon über die Skurrilität der Situation und unsere eigene Dummheit lachen, als wir erkannten, dass es sehr wohl einen Bus gegeben hätte.

 

Den Kühlschrank gefüllt halten

Fürs Erste können wir uns also merken, dass wir unseren Kühlschrank reichlich gefüllt halten müssen, dann kann nichts passieren, was uns ernsthaft aus der Ruhe bringt.

 

Ich freue mich wirklich schon auf die bevorstehende Zeit. Es wird ganz sicher ein Abenteuer. Umso glücklicher bin ich darüber, es mit meiner besten Freundin zu bestreiten. Hier auf dem Blog möchte ich die Möglichkeit nutzen, euch ein bisschen über unser Wohlergehen auf dem Laufenden zu halten. Ich freue mich schon, euch vom Alltag in unserer Zweier-WG berichten zu können.

Viktoria Hinterleitner

Ich komme aus Niederösterreich und studiere im Endspurt Deutsch, Geschichte und Inklusive Pädagogik auf Lehramt. Seit etwas mehr als vier Jahren bin ich nun in Wien und werde auch noch etwas bleiben und den Berufseinstieg hier wagen. In dieser aufregenden Zeit möchte ich euch gerne mitnehmen und meine Erfahrungen und Erlebnisse teilen.

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