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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Neujahrsvorsätze der anderen Art

Christa geht es bei ihren Vorsätzen nicht um weniger Süßigkeiten oder Alkohol, sondern um ihre Einstellung. Da hat sie für 2020 genug Ideen.

Meine Freundin und ich sitzen am Tisch, wir trinken Tee und essen Kekse. Wir sprechen über das vergangene Jahr und greifen fast im Minutentakt zum Teller in der Mitte. Während ich einen Schokoladenkeks näher begutachte und mich langsam mein schlechtes Gewissen heimsucht, verkündet sie lautstark: "2020 wird mein Jahr! Außerdem hab ich mir fest vorgenommen, auf Süßes zu verzichten!“ Ich schaue sie verblüfft an und verschlucke mich fast, dann fangen wir beide an, lautstark zu lachen.

 

So ist das mit Neujahrsvorsätzen. Je älter ich werde, desto lächerlicher klingen sie. Und eigentlich glaubt man sich ja selbst kaum, wenn man sie laut ausspricht. Wie oft habe ich mir schon Ende Dezember vorgenommen, mein komplettes Leben auf den Kopf zu stellen und warum kommen mir solche geniale Ideen nicht im Juli oder August?

 

 
Etwas andere Neujahrsvorsätze © Unsplash/MEINPLAN.at
 

Jahreswechsel: eine Chance, Dinge besser zu machen? © Ian Schneider/Unsplash

 

 
 

Die Wende zu einem neuen Jahr bringt immer etwas Magisches mit sich, jedenfalls für die meisten von uns. Es fühlt sich an wie eine neue Chance, Dinge besser zu machen, Neues zu wagen und mutig zu sein. Vor allem aber ist es die Gelegenheit, Laster über Bord zu werfen: das Rauchen aufgeben, keinen Alkohol trinken, keine Süßigkeiten essen, nicht mehr über andere lästern, ohne Vorurteile durch die Welt gehen. Ich habe sie alle schon gehabt.

 

In den letzten Jahren habe ich mir eigentlich keine Vorsätze mehr zurechtgelegt, weil sie sowieso zum Scheitern verurteilt waren. Doch nach dem Gespräch mit meiner Freundin (und nachdem mir von den Keksen fast schon übel war) habe ich intensiver und für mich alleine an mein vergangenes Jahr zurückgedacht. Es war ein gutes Jahr und ich habe mich manchmal selbst überrascht, so viel steht fest. Daher habe ich mir einige Sachen notiert, die zu meinem letzten Jahr positiv beigetragen haben, damit ich sie auch 2020 fortsetzen kann.

 

#1 Weniger Stress, mehr Zeit

 
Neujahrsvorsätze mal anders © Unsplash/MEINPLAN.at
 

Bewusst Zeit für Freunde nehmen © Unsplash/MEINPLAN.at

 
 

 

Das vergangene Jahr hat mich vor allem eines gelehrt: Zeit ist NICHT Geld. Wenn man sich wirklich und bewusst Zeit für die Menschen nimmt, die man liebt und von denen man geliebt wird, kann man daraus extrem viel positive Energie für die Woche und den Alltag mitnehmen. Und dabei meine ich nicht nur einen schnellen Kaffee in einer Mittagspause, sondern sich auch mal wieder einen ganzen Tag Zeit für eine Person zu nehmen. Gemeinsame Erinnerungen und Erfahrungen aufleben lassen, Neues erleben, sich Ängste anvertrauen und die Zeit genießen. Das tut der Seele gut!

 

#2 Weniger Netflix, mehr Natur

 
Neujahrsvorsätze mal anders © Unsplash/MEINPLAN.at
 

Netflix macht müde, die Natur macht fit © Unsplash/MEINPLAN.at

 
 

 

Netflix macht mich vor allem eines: müde. Ich liebe mein Bett, meinen Pyjama und einen gemütlichen Netflix Abend. Trotzdem habe ich im vergangenen Jahr gemerkt, dass mich ein langer Spaziergang, eine Wanderung oder einfach das Im-Park-Sitzen-und-Musik-Hören glücklicher macht und ich mich prinzipiell fitter fühle.

 

#3 Weniger Smartphone, mehr Augenkontakt

Eine weitere Beobachtung meines vergangenen Jahres: Wir alle verbringen viel zu viel Zeit am Smartphone! Diese Beobachtung hat mich vor allem bei anderen oft so wütend gemacht, dass ich zuerst mein eigenes Verhalten versucht habe zu ändern. Das ist mir teilweise sehr gut gelungen. Ein absolutes Smartphone-Tabu gibt’s bei mir zum Beispiel beim Essen, beim Freunde- und Familie-Treffen, während den Vorlesungen und in der Natur. Einfach mal abschalten, die Welt dreht sich auch offline weiter!

 

#4 Weniger später, mehr jetzt

 
Neujahrsvorsätze mal anders © Unsplash/MEINPLAN.at
 

Im Jetzt zu leben macht glücklich © Unsplash/MEINPLAN.at

 
 

 

Zwischen Studium, Weiterbildung und Selbstfindung bleibt oft wenig Zeit für die Gegenwart. Irgendwie denke ich immer und überall an die Zukunft und wie sie wohl sein wird, was ich ändern, vorbeugen oder steuern kann und was eben nicht. Außerdem schiebe ich Wünsche und Träume auch gerne auf und würde gerne zuerst mal abwarten, was die Zeit so bringt. Im vergangenen Jahr habe ich manchmal unerwartete, spontane und gute Entscheidungen getroffen, die meine Gegenwart sehr bereichert haben. Diese Spontanität will ich mir auch ins neue Jahr mitnehmen.

 

#5 Weniger Nörgelei, mehr Zufriedenheit

 
Neujahrsvorsätze mal anders © Unsplash/MEINPLAN.at
 

Einfach mal zufrieden sein. Ein guter Vorsatz! © Unsplash/MEINPLAN.at

 
 

 

Mein letzter Vorsatz für das neue Jahr: einfach mal zufrieden sein! Ich bin gesund, jung, lebe in Europa, habe die Möglichkeit zu studieren und die Freiheit, mit meinem Pass die Welt zu bereisen! Wenn ich schlafen gehe, habe ich keinen Hunger, kann eine warme Dusche nehmen, wann immer ich Lust dazu habe und ich weiß die vielen Sachen, die ich besitze, nicht immer zu schätzen. Ich versuche mir in Momenten der Unzufriedenheit immer wieder vor Augen zu führen, wie gut es mir geht. Schon ist weniger mehr!  

 

Was das kommende Jahr mit sich bringt, weiß niemand, aber vielleicht sollte man sich die Ziele für das neue Jahr nicht zu hoch stecken. Ich selbst werde jedenfalls an alten Ideen schleifen und an guten Gewohnheiten festhalten, die mich im vergangenen bereichert haben.

Christa Plank

Ich bin in Innsbruck und Südtirol zuhause, singe gerne laut und überall, mag am liebsten glutenfreie Pizza mit Rucola, reagiere allergisch auf Engstirnigkeit und Ungerechtigkeit und würde gerne mal am Meer leben.

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