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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Prokrastination adé! 5 Regeln, um Aufgaben nicht aufzuschieben

Zofia hat das Parkinson'sche Gesetz zur Aufschieberitis entdeckt: was es ist und wie du es nutzen kannst. Aufgaben zeitgerecht zu erledigen will gelernt sein.

Zwei Wochen vor der Deadline: „Noch so viel Zeit! Ich werde jeden Tag ein bisschen was arbeiten, dann werde ich in 14 Tagen sicherlich fertig sein. Morgen fange ich gleich an.“ Doch kaum habe ich mich versehen, sind 12 Tage um und die Deadline macht sich wie eine bedrohlich nahe, dunkle Gewitterwolke am Horizont sichtbar, ohne dass ich einen Finger gerührt habe.

 

Panik. Stress. Pulsrasen. Alle Pläne für die nächsten Tage kann ich jetzt aus dem Kalender streichen, inklusive Schlafen.  

 

Frustration überfällt mich. Ich habe mir doch so sehr vorgenommen, diesmal rechtzeitig mit der Arbeit zu beginnen. Trotzdem lande ich wieder in der gleichen Situation wie schon so oft zuvor. Mit einem Haufen aufgeschobener Arbeit und viel zu wenig Zeit, um diese zu erledigen.  

Die meisten von uns neigen zur Zeitverschwendung. Womöglich steht einfach zu viel Zeit zur Verfügung? © iStock/MEINPLAN.at
 

Die meisten von uns neigen zur Zeitverschwendung. Vielleicht steht einfach zu wenig Zeit zur Verfügung? © iStock/MEINPLAN.at

 

 

Was steckt hinter der Prokrastination?

Prokrastination scheint mein zweiter Vorname zu sein.  

 

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich das einfach so hinnehmen würde. Da muss mehr dahinterstecken. Da bin ich mir sicher. Deswegen begebe ich mich auf eine Google-Schnitzeljagd, auf die Suche nach den Ursprüngen meiner Schwäche für das Arbeit-Aufschieben.

 

Lange muss ich nicht suchen, denn ich stoße schon bald auf einen Hinweis. PARKINSON scheint die Antwort zu sein.

 

Mein erster Gedanke: Dr. Google hat natürlich wieder die Diagnose Krebs gestellt, wie soll es auch anders sein. Doch weil mir Prokrastination als Symptom für Krebs sogar für Google doch sehr weit hergeholt scheint, lese ich weiter, denn auch wenn der Name Parkinson aufscheint, machen die Beiträge kaum einen medizinischen Eindruck auf mich.

 

Die Graphen, die auftauchen, erinnern mich eher an den Physikunterricht. Spannend. Allesamt illustrieren sie das sogenannte „Parkinson'sche Gesetz“.  Nach einiger Recherche verstehe ich: Schon 1955 hatte der britische Historiker und Soziologe das Phänomen, mit dem ich und viele andere sich tagein, tagaus plagen, durchschaut und in seinem Werk „Parkinson’s Law“ festgehalten.

 

“Work expands so as to fill the time available for its completion.”, schreibt der schlaue Mann und trifft mit dieser Aussage den Nagel auf den Kopf.  

„Arbeit dehnt sich in genau dem Maß aus, wie Zeit für ihre Erledigung zur Verfügung steht.“ 

 

 
Übertragen heißt das: Je mehr Zeit ich habe, desto mehr Zeit vertrödele ich.  
 
 

Auch wenn ich jetzt eine Erklärung für mein Problem mit dem Trödeln habe, beschließe ich weiterzusuchen. Es muss doch schlaue Menschen da irgendwo im weiten Universum des Internets geben, die eine Lösung für das Problem parat haben. Und tatsächlich brauche ich nicht lang, um fündig zu werden.  

 

Fünf Tipps zeichnen sich in der Fülle der mehr oder weniger guten Ratschläge ab:  

 

#1 Halte dich an einen festen Feierabend

Das ergibt Sinn. Wenn ich weiß, um 17 Uhr ist Feierabend und bis dahin MUSS alles für den Tag zu erledigende wirklich erledigt sein, dann bleibt mir keine andere Wahl, als es schlicht und einfach zu tun.  

 

#2 Setze dir eigene Deadlines

Auch wenn die Abgabe der Uni-Arbeit erst in zwei Wochen ansteht, heißt das nicht, dass ich diese Deadline übernehmen muss. Ich kann mir meine eigenen Deadlines setzen und mich an sie halten. Wenn mein Kalender sagt: Die Arbeit muss in fünf Tagen fertig sein, dann kann mein Kopf mir nix anderes einreden.

 

#3 Belohne dich!

In jedem von uns steckt etwas von einem Kind. Warum das nicht zu unserem Vorteil nutzen? Kinder machen für Belohnungen so ziemlich alles. Sei es eine Stunde Netflix-Schauen oder ein Stück Schokolade genießen, wenn wir uns für die eingehaltenen Deadlines belohnen, ist die Motivation viel größer und die Vorfreude macht die Arbeit um einiges erträglicher.

 

#4 Challenge: schneller arbeiten

Ein Trick, der auch hilfreich sein kann, ist, sich selbst Challenges zu stellen. Vor allem in Menschen wie mir, die den Wettkampf lieben, lässt die Herausforderung einer sehr dringenden, fast unmöglich scheinenden Deadline den inneren Kämpfergeist erwachen. Wenn du dir also deine eigenen Deadlines setzt, mach diese herausfordernd, um daraufhin sagen zu können: Challenge accepted.

 

#5 Arbeite in Time Slots 

Oftmals scheint sich die Arbeit auch viel zu sehr in die Länge zu ziehen, wenn man zu lange an einer Aufgabe sitzen bleibt, weil einfach nichts weitergeht. Um dadurch nicht den ganzen Zeitplan nach hinten zu verschieben, kann es effektiv sein, sich Timeslots für unterschiedliche Aufgaben festzulegen. Auch wenn man eine Aufgabe vielleicht nicht vollständig erledigt hat, macht man nach Ende des vorgesehenen Time Slots mit der nächsten Aufgabe weiter. So lässt sich eine komplette Unterbrechung des Workflows verhindern. 

 

Mein Vorsatz ist nun, der Prokrastination in meinem Alltag keinen Platz mehr zu lassen. Mit den Tipps will ich dem Parkinson’schen Gesetz einen Strich durch die Rechnung machen. Jetzt bleibt nur noch zu sagen: Prokrastination und Parkinson adé! 

Zofia Wegrzecka

Eine Weltbürgerin auf permanenter Suche nach den schönsten Dingen dieser Welt, aktuell das Auf und Ab ihrer 20er genießend- die Poetin in mir würde sich wohl so beschreiben. Weil ich in Polen geboren, in Deutschland und Österreich aufgewachsen, nirgendwo so richtig aber irgendwie doch überall ein bisschen daheim bin. Erklärt vielleicht auch, wieso das Reisen zu meinen Leidenschaften zählt. Gleich danach kommen das Nachsinnen und Philosophieren über Gott und die Welt. Weil ich meine Freunde aber auch nicht ewig vollquatschen kann und mein Kopf manchmal schon zu überquellen droht, habe ich einfach ab und zu den Drang, das Ventil aufzudrehen und meine Gedanken rauszulassen. Auf Papier (oder eher auf Word). Warum ich für MEINPLAN schreibe? Zugegeben, vielleicht spricht da eine kleine Narzissistin aus mir heraus, aber ich glaube, dass mein Gedanken-Wirrwarr vielleicht doch für andere ganz hilfreich und wenn nicht das, dann zumindest interessant sein könnten.

 

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