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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Raus aus Mamas Nest: Den Einzug in die erste eigene Wohnung meistern

Bist du schon bereit für die eigene Wohnung? Oder fühlst du dich manchmal damit überfordert? Diese Tipps hätte Shaina gerne vor dem Ausziehen bekommen.

Ich wohne nun schon fast ein Jahr in meiner eigenen Wohnung und kann halbwegs stolz behaupten, dass ich die Zeit von Wohnungssuche bis heute ganz gut hinter mich gebracht habe. Dennoch hätte ich mir oft gewünscht, über so manche Sachen, die auf mich zukommen, früher Bescheid gewusst zu haben. Um anderen in meinem Alter in diesem Bereich ein wenig weiterzuhelfen, habe ich aus meinen eigenen Erfahrungen ein paar (hoffentlich) hilfreiche Tipps formuliert.

 

Bin ich bereit? 

Viele SchülerInnen haben gegen Ende der Schulzeit nur mehr einen Gedanken: endlich raus aus dem Elternhaus. Doch sollte man diese Entscheidung nicht leichtfertig treffen, denn eine eigene Wohnung bedeutet nicht nur, niemanden mehr um Ausgeherlaubnis fragen zu müssen oder keine kleinen Geschwister um sich herum zu haben - es bedeutet auch, auf sich allein gestellt zu sein. Um so vieles, das zuhause selbstverständlich war, muss man sich nun selbst kümmern. Angefangen mit der Anmeldung von Strom, Fernsehen und Internet, bis über das monatliche Tätigen von Zahlungen (GIS, Betriebskosten, Lebensmittel, Versicherung, ...) und das Führen des Haushalts. Die Eltern bringen den Müll nicht mehr nach draußen, kaufen nicht mehr die fehlenden Geschirrspültabs ein und erinnern dich nicht mehr daran, dein Zimmer zusammenzuräumen.

 

Wenn man sich bereit dazu fühlt, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen, stellt sich schon die nächste Frage: 

 

Eigene Wohnung oder Wohngemeinschaft? 

Bei mir war’s so, dass mein Freund und ich zusammen ausgezogen sind. Hätte ich den Schritt jedoch alleine gewagt, wäre die Entscheidung, ob ich mir eine kleine Wohnung suche oder doch mit anderen Leuten zusammenziehe, gar nicht so einfach gewesen. Da ich eine sehr soziale Person bin und überhaupt nicht gern allein, wär’s wahrscheinlich eine WG mit fremden Leuten geworden, nachdem ich in ein anderes Bundesland gezogen bin und noch niemanden kannte. Das Problem hierbei ist, dass man kaum weiß, worauf man sich einlässt, wenn man mit neuen Personen zusammenzieht. Was, wenn sie komplett unordentlich sind und alles herumliegen lassen? Wenn sie unzuverlässig sind und Zahlungen nicht zeitgerecht tätigen? Oder wenn man einfach nicht miteinander klarkommt? Da kann es schon mal leicht zu Streitereien kommen.

 

Mein Tipp an dieser Stelle: Verbringt so viel Zeit wie möglich mit euren vielleicht zukünftigen Mitbewohnern, bevor ihr zusammenzieht. Ein oberflächliches Gespräch, in dem die Miet- und Hausordnung besprochen wird, reicht nicht, um eine Person kennenzulernen. Auch ist es praktisch, mit Leuten zusammenzuwohnen, die einen halbwegs ähnlichen Tagesablauf wie man selbst hat - wenn dein/e Mitbewohner/in um die Zeit Party macht, in der du lernen oder schlafen möchtest, ist das wahrscheinlich nicht recht angenehm. 

 

Tipps, die ich gerne vor dem Ausziehen bekommen hätte 

1. Gib nicht dein ganzes Geld dafür aus, deine Wohnung so her-/einzurichten, wie du es dir in deinen Träumen vorstellt. Viele junge Leute können es kaum erwarten, ihr erstes eigenes Zuhause ganz nach ihren Wünschen zu gestalten. Das kostet jedoch einiges an Geld und gerade in den ersten Monaten nach dem Auszug wird dieses schnell knapp. Achte lieber darauf, die notwendigen Dinge für deine Wohnung zu besorgen und den Erwerb aller „Luxusgegenstände“ nach hinten zu verschieben. 

 

2. Spare genug Geld zusammen, bevor du ausziehst. Oft wird unterschätzt, wie viele Kosten gerade in der Anfangszeit anfallen. Von Provision, Kaution, Miete und Versicherung über Renovierungskosten, Möbeleinkäufe und Neuanmeldungen von Heizung, Strom und Internet. Wenn dann noch unvorhergesehen etwas kaputt wird oder unerwartet zu zahlen ist, ist es immer gut, nicht bis auf den letzten Cent pleite zu sein. 

 

3. Falls du mit einer zweiten Person zusammenziehst, versuche, eigene Interessen und Freizeitbeschäftigungen zu entwickeln und nicht zu viel Zeit miteinander zu verbringen. Vor allem, wenn man mit dem Partner gemeinsam einzieht, ist es wichtig, nicht andauernd aufeinander zu kleben. Wenn man das nämlich nicht gewöhnt ist, kann das schnell zu Streitigkeiten führen, und auf diese kann man besonders in der Zeit nach dem Umzug gerne verzichten. 

 

 
Es kommen sehr viele neue Dinge auf einen zu, die einen bald einmal entmutigen können. Denk immer daran, dass du nicht alleine bist mit deinen Problemen.
 
 

4. Es ist in Ordnung, sich ab und zu mit der Gesamtsituation überfordert zu fühlen. Es kommen sehr viele neue Dinge auf einen zu, die einen bald einmal entmutigen können. Denk immer daran, dass du nicht alleine bist mit deinen Problemen. Im schlimmsten Fall - also wenn dir wirklich alles zu viel ist - stehen dir bestimmt deine Freunde und Familienmitglieder zur Seite, die bereits das Gleiche durchgemacht haben, oder du kannst wieder zurück in dein Elternhaus ziehen. Dieses ist ja meistens keine Weltreise weit entfernt.

Shaina Habacht

Ich bin Studentin an der Uni Graz und ziehe am liebsten mit Freunden durch die Nächte. Was ich außer Kochen gut kann? Jede meiner getroffenen Entscheidungen mindestens siebenmal zu ändern.

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