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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Eine Ernährungsumstellung meistern

Solltest du mit dem Gedanken spielen, deine Ernährung umzustellen, ist dieser Blog-Beitrag genau richtig für dich.

Why me?

Aus gesundheitlichen Gründen ernähre ich mich seit August 2021 überwiegend Low Carb. Als ich zum ersten Mal über diese Umstellung nachdachte, war ich nicht begeistert, weil Nudeln und Brot ein Hauptbestandteil meiner Ernährung waren, doch irgendwie war ich doch neugierig darauf, auszuprobieren, ob diese Ernährungsumstellung meiner Gesundheit tatsächlich helfen kann.

 

Bevor du startest

Bevor du deine Ernährung umstellst, kann ich dir wirklich nur empfehlen, dies mit deinem Arzt/ deiner Ärztin abzuklären, denn eine Ernährungsumstellung kann weitreichende Folgen auf deine Gesundheit haben. Sowohl negative als auch positive.

 

 
Werde dir darüber bewusst, warum du dich gerne anders ernähren möchtest.
 
 

 

Mögliche Gründe für die Ernährungsumstellung

Stellst du deine angelernten Ernährungsgewohnheiten infrage?

 

Oder hast du eine Ernährungsform für dich entdeckt , die besser für deine individuelle Gesundheit ist?

 

Möchtest du dich gerne ethischer und nach deinen Werten ernähren?

 

Möglicherweise hatte ich den Vorteil (da es bei mir aus gesundheitlichen Gründen war), ich meine Ernährungsumstellung deutlich weniger vor anderen rechtfertigen musste.

 

Ziel dieses Beitrags ist nicht, dich von deiner Entscheidung abzubringen. Mir ist nur wichtig, dass du deine Gründe kennst, um auch in schwierigen Zeiten motiviert zu bleiben. (Ja, sie werden kommen) Meiner Meinung nach gibt es nicht die EINE gesunde Ernährungsform, die für alle Menschen die beste ist. Doch es gibt gewisse Rahmenbedingungen, wie Qualität, Regionalität und Abwechslung, an die wir uns alle halten dürfen. 



 

Sollten allerdings deine einzigen Motivatoren Gewichtsverlust, Veränderung oder die nächste Diät sein, will ich dir schleunigst davon abraten. Auch wenn es stimmt, dass ich durch meine Low Carb Ernährung in drei Monaten sechs Kilogramm abgenommen habe, würde ich mich nicht aus dieser Motivation Low Carb ernähren. Leider gibt es diverse Programme zur Low Carb Ernährung, deren Zielgruppe Menschen sind, die abnehmen wollen. Ehrlich gesagt machen mich Fragen wie: "Wie schnell purzeln die ersten Kilos", traurig, weil ich mich aus einem gesundheitlichen Grund Low Carb ernähre, und nicht, weil ich abnehmen will.

 

Solltest du mit deinem Körper unzufrieden sein und möglicherweise eine komplizierte Beziehung mit Essen haben, kann ich dir wirklich das Buch Intuitive Eating von Elyse Reschund Evelyn Tribole empfehlen. Bei diesem Ansatz geht es darum, wieder auf die Signale deines Körpers zu hören und ihm zu geben, worauf er Appetit hat. Schließe Frieden mit deinem Körper und Essen generell. Prinzipiell bin ich kein Fan davon, gewisse Lebensmittelgruppen komplett zu verwünschen, außer sie tun deinem Körper nicht gut.



 

Wissen sammeln

Mir hat es sehr viel geholfen, mich vor dem Start wirklich umfassend mit der neuen Ernährungsform zu befassen. Bei einer großen Ernährungsumstellung ist es nicht ungewöhnlich, dass man jede einzelne Ernährungsgewohnheit überdenken muss. Alle Rezepte, die man bisher kannte, werden nun möglicherweise nicht mehr funktionieren. Sei dir bewusst, dass dies nicht leicht sein wird und du dich selbst gut informierst. Neue Rezepte zu entdecken hat die Umstellung für mich immens erleichtert.

 

Mitmenschen

Eine Schwierigkeit einer jeden Umstellung ist definitiv, wenn du nicht alleine wohnst und andere Menschen mehr oder weniger mitbetroffen sind. Ich hätte es mir schwieriger vorgestellt, als es dann tatsächlich war. Bei vielen Mahlzeiten habe ich für mich extra gekocht und sogar die Familie meines Freundes, die wohl am meisten "mitbetroffen" war, ging sehr rücksichtsvoll damit um und hat oft darauf geachtet, dass ich nichts esse, was ich nicht essen „darf“. Dennoch ist es nicht immer leicht, etwas anderes zu essen als alle anderen am Tisch. Vor allem wenn es sich um Speisen handelt, auf die man Apettit hätte.

 

Eine große Umstellung braucht viel Zeit und Energie. Dies sollte man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen, wenn einem die Ernährungsumstellung an manchen Tagen nicht so leicht fällt. Um nochmal die Wichtigkeit einer starken Motivation hervorzuheben, möchte ich sagen, dass diese bei mir definitiv nicht vorhanden war, wodurch es nochmal leichter zu Gefühlsausbrüchen kam. Obwohl es im Endeffekt meine Entscheidung war.

 

Besuch

Wir Menschen sind soziale Wesen und treffen uns gerne mit Menschen, die uns wichtig sind. Ja, wenn jemand anderer für einen kocht, ist das nochmal eine andere Geschichte. Man will der anderen Person nicht zur Last fallen und es braucht etwas mehr Planung, aber auch dies lässt sich meistern.

 

Beispielsweise hat meine Oma, als ich sie besucht habe, extra ein neues Rezept ausprobiert, welches dann allen geschmeckt hat. Meine andere Oma hat mein Schnitzerl einfach nicht paniert und meine Beilage habe ich selbst mitgenommen und bei Buffets auf Feiern habe ich auch immer genug Sachen gefunden, von denen ich satt wurde.

 

Planung ist das A&O

Wie bei allem im Leben ist die Planung das A&O. Vor dieser Challenge habe ich bereits wöchentlich einen Ernährungsplan geschrieben und war sehr froh, dass ich schon eine gewisse Übung darin hatte. Denn es wurde definitiv komplizierter. Und auch wenn ich Brot-Alternativen für mich gefunden habe, musste ich doch meine Frühstücks- und Abendessen-Gewohnheit umstellen, wodurch ich nicht mehr nur sieben Hauptmahlzeiten pro Woche einplanen musste, sondern auch die ganzen Zwischenmahlzeiten. Sehr geholfen hat mir der Gedanke, dass man alles zu jeder Tageszeit essen kann, denn auf einmal wurde es zur Normalität für mich auch mal zum Frühstück eine Hauptmahlzeit zu essen.

 

Auswärtsessen wird zwar komplizierter, doch mit der Zeit findet man auch gute Restaurant-Optionen.

 

Unterstützungsperson

Ehrlich gesagt, ohne meinen Freund hätte ich die neue Ernährung nach drei Wochen wieder hingeschmissen. Eine große Umstellung ist nicht immer leicht, egal wie motiviert man ist. Freunde und Familie können eine riesige Ressource sein, dass man doch dranbleibt.

 

Nicht aufgeben

Wichtig ist dir bewusst zu sein, dass eine Ernährungsumstellung viel Zeit und Energie braucht, vor allem wenn es so eine rasante Umstellung ist, wie bei mir. Es ist ganz normal, dass man aufgeben will und viel eher Appetit auf Lebensmittel hat, die nicht Teil des neuen Ernährungsplans sind.

 

Es kann auch mal passieren, dass du etwas „nicht Erlaubtes“ isst. Mach dich nicht fertig dafür, sondern versuche, jeden Tag als einen neuen Start zu sehen. Bei den meisten Ernährungsformen ist nicht gleich alles verloren, nur weil man eine Mahlzeit mal nicht so diszipliniert isst.

 

dream

Erlaube dir zu träumen. Wie würdest du dich gerne ernähren? Nach welchen Speisen fühlst du dich gut und was machen manche Speisen mit deinem Körper?

 

 
Ein großes Blutbild, viel Selbstbeobachtung oder ein Besuch bei einem Diätologen/ einer Diätologin können dir vielleicht helfen für dich die richtige Ernährungsform zu finden. Denn wie gesagt, jeder Körper ist individuell.
 
 

 

Heute ernähre ich mich noch immer überwiegend Low Carb, doch mittlerweile wurde es bereits zur Gewohnheit, weil ich viele neue Möglichkeiten für mich entdeckt habe. Mittlerweile entscheide ich mich bewusst dazu, weil ich weiß, dass es meiner Gesundheit gut tut.

Verena Waldschütz

Ich beschäftige mich neben meinem Studium viel mit Persönlichkeitsentwicklung, Minimalismus und Reisen. Meine Vision ist es, wieder mehr Positivität in das Leben anderer Menschen und in die Welt im Gesamten zu bringen. Ich will andere dabei unterstützen, ihre Ziele zu erreichen und sie dazu motivieren, wieder mehr zu träumen. Mittlerweile betreibe ich meinen eigenen Blog theshiningself.info sowie eine gleichnamige WhatsApp-Gruppe.

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