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Abenteuer Leben. Studium. Beruf. © Sarah Staber & Stephanie Briegl / MEINPLAN.at

Mein Freiwilligeneinsatz in Tansania: Erfahrungen fürs Leben

Johannes über die Herausforderungen und einzigartigen Erlebnisse bei seinem einjährigen Auslandseinsatz in Afrika.

Johannes hat sich letztes Jahr dazu entschlossen, für ein Jahr als „Missionar auf Zeit“ (MaZ) bei den Salvatorianern in Tansania mitzuleben. MaZ soll Menschen bereichern und zu ihrer Entwicklung beitragen. Die einzelnen MaZ nützen die Chance, sich außerhalb Österreichs in unterschiedlichen Arbeitsbereichen einzubringen, sie schenken ihre Zeit und werden gleichzeitig selbst sehr reich beschenkt.

 

Johannes ist seit Sommer 2018 in Mkuranga in Tansania. Im folgenden Kurzbericht schildert er seine bisherigen Erfahrungen.

 

Volontariat ausserordentlich © Johannes Wutte/MEINPLAN.at
 

© Johannes Wutte

 

Ende Juni 2018 habe ich die Schule mit dem Abitur abgeschlossen, Anfang August begann ich meinen Freiwilligendienst in Tansania. Seit knapp sechs Monaten lebe ich nun in Mkuranga, einer größeren Ortschaft in der Nähe von Dar Es Salaam, in einem Projekt der Salvatorianer mit. Durch Internetrecherche bin ich auf die Ordensgemeinschaft der Salvatorianer und ihr MaZ (MissionarIn auf Zeit)- Programm aufmerksam geworden und habe mich dort beworben.

 

Anschließend fand eine intensive, insgesamt 20-tägige Vorbereitung auf den Freiwilligendienst in Kooperation mit der Diözese Rottenburg-Stuttgart statt. Die Gründe, weswegen ich mich für einen Freiwilligendienst entschieden habe, sind vielseitig.

 

Warum habe ich mich für einen Freiwilligendienst im Ausland entschieden?

In den letzten Jahren reisten meine Familie und ich einige Male in Länder in Asien, Nord-, Mittel- und- Südamerika. Auf diesen Reisen wurde mein Interesse an fremden Kulturen geweckt und es hat sich der Wunsch entwickelt, einen längeren Zeitraum in einem anderen Land/einer anderen Kultur zu leben.

 

Gleichzeitig wollte ich mich sinnvoll in einem sozialen Projekt einbringen und meinen, wenn auch kleinen Teil, zu einer besseren und faireren Welt beitragen. Des Weiteren hoffe ich, dass sich mein Berufswunsch in diesem Jahr konkretisieren wird. Meiner Meinung nach eignet sich der Zeitraum nach Schulabschluss vor dem Studien- bzw. Ausbildungsbeginn dafür sehr gut. Im späteren Berufsleben wird es vermutlich schwieriger, so ein Jahr zu machen.

 

Meine Aufgaben beim Freiwilligendienst

Zu Beginn des MaZ- Dienstes hatte ich einen einmonatigen Intensivkurs in Kishualili, der Landessprache in Tansania. Dieser war unbedingt notwendig, denn ohne Grundkenntnisse in Kishualili wäre der Alltag deutlich schwieriger, da hier in Mkuranga, einer ländlichen Region,  nur wenige Menschen über gute Englischkenntnisse verfügen.

 

Im Projekt helfe ich in einer Krankenstation mit und erledige dort einfache, organisatorische Aufgaben wie das Aufschreiben der Patientendaten, Abkassieren der Medikamentenpreise, Medikamentenausgabe etc. Aufgaben, die eine medizinische Ausbildung benötigen, wie z.B. Blut abnehmen, Infusionen geben, Nähen fallen natürlich nicht in meinen Tätigkeitsbereich.

 

In Mkuranga können normalerweise zwei Freiwillige mithelfen, eine/r in der Krankenstation, der/die andere im Kindergarten vor Ort. Auch in einer Schreinerei besteht die Möglichkeit mitzuarbeiten. Dieses Jahr bin ich jedoch der einzige Freiwillige hier.

 

Meine Herausforderungen beim Freiwilligendienst im Ausland

Mittlerweile ist die Hälfte der Zeit des Freiwilligendienstes schon vorbei, sodass ich daher einen kleinen Rückblick auf die bisherige Zeit machen kann.

 

 
Die Entscheidung, einen Freiwilligendienst zu machen, habe ich bisher zu keinem Zeitpunkt bereut, auch wenn einiges hier nicht immer einfach ist.
 
 

Besonders zu Beginn gab es Sprachbarrieren und ich wurde bzw. ich habe die Menschen oft nicht verstanden. Da kam es schon häufiger vor, dass ich beispielsweise abends mit den ArbeiterInnen zusammensaß und mich kaum am Gespräch beteiligen konnte. Auch an die Tatsache, dass ich meistens der einzige Weiße bin und mir oft „Mzungu“ (zu dt. Weißer/Europäer) nachgerufen wird, musste ich mich erst gewöhnen.

 

Des Weiteren bedeutet ein Freiwilligendienst in einem Land des Global Südens auch viel Verzicht: Man ist ein Jahr getrennt von Familie/Freunden, kann einigen seiner Hobbys nicht nachgehen und vieles mehr. Ein Fakt, den man sicherlich nicht unterschätzen sollte.

 

 
Volontariat ausserordentlich © Johannes Wutte/MEINPLAN.at
 

© Johannes Wutte

 

Mein Auslandseinsatz: Erfahrungen fürs Leben

Auf der anderen Seite sind die Erfahrungen, die ich bisher hier gemacht habe, einzigartig und werden mich mit Sicherheit mein gesamtes Leben prägen. Es ist bewundernswert, wie hier ärmere oder auch kranke Menschen trotz ihrer Probleme positiv gestimmt sind und voller Lebensfreude strahlen.

 

Ich kann einen Freiwilligendienst nur empfehlen, denn er ermöglicht Einblicke, Erfahrungen und einen interkulturellen Austausch, der in so einem intensiven Ausmaß ansonsten kaum möglich ist. Zudem gibt er Impulse,  seinen eigenen Lebensstil zu hinterfragen und schärft das Bewusstsein über die privilegierte Lebenssituation im Heimatland.

 

MaZ Einsätze ändern Leben. Es ist eine Herausforderung, die prägt. Kein(e) MaZ kommt so zurück, wie er/sie aufgebrochen ist. Es ist ein Lerndienst der Extraklasse. Der MaZ Freiwilligendienst der Salvatorianer ist Teil von ausserordentlich, der AG der internationalen Freiwilligendienste der Ordensgemeinschaften Österreichs.

 

Mehr über den internationalen Freiwilligeneinsatz bei ausserordentlich

Johannes Wutte

Ich komme aus Brunnthal, einer kleineren Ortschaft südlich von München. Ende Juni 2018 habe ich die Schule mit dem Abitur abgeschlossen, Anfang August begann ich meinen Freiwilligendienst in Tansania. Seit knapp sechs Monaten lebe ich nun in Mkuranga, einer größeren Ortschaft in der Nähe von Dar Es Salaam, in einem Projekt der Salvatorianer mit.

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